Fälle aus der Praxis

"Durch Gespräche zu Stabilisierung und neuer Orientierung"

Frau K., 51 Jahre, hatte bereits vor einigen Jahren eine fit2work Beratung absolviert und befand sich nach einem beruflichen Wiedereinstieg in einem längeren Krankenstand. Aus diesem Grund nahm die Kundin neuerlich Kontakt zu fit2work auf und bat um Hilfestellung in Bezug auf ihre gesundheitliche Verfassung. Im Rahmen der Basisinformation wurde ein Erstberatungstermin vereinbart, in welchem – aufgrund der vorherrschenden Problemlagen – ein großer Basischeck in Form einer arbeitsmedizinischen als auch arbeitspsychologischen Abklärung und in weiterer Folge die Einleitung eines Case Managements vereinbart wurden. Frau K. war im Vorfeld über ein Jahrzehnt immer beim gleichen Dienstgeber im Hotelgewerbe tätig. Seit ca. vier Jahren leidet die Kundin an gravierenden psychischen und zwischenzeitlich auch körperlichen Beschwerden im Bereich des Stützapparates; letztendlich musste das Dienstverhältnis aufgrund der gesundheitlichen Problemstellungen auch gelöst werden. Unmittelbar danach trat Frau K. in ein neues Dienstverhältnis im Reinigungsbereich bei einer großen Organisation ein. Aufgrund der körperlichen Anforderungen als auch des vorherrschenden Arbeitsumfeldes zeichnete der berufliche Wiedereinstieg aber von Beginn an einen negativen Verlauf und die Kundin befand sich aus diesem Grund zu Beratungsbeginn in einem laufenden Krankenstand. -

Starke Schmerzen im Bereich des Stützapparates waren vorherrschend und Frau K. präsentierte sich auch auf psychischer Ebene als nicht gefestigt. Im Vorfeld hatte die Kundin bereits einen stationären Aufenthalt in einer Reha Klinik für seelische Gesundheit absolviert. Frau K. gab zu Beratungsbeginn an, dass die aktuelle gesundheitliche Situation, als auch das Arbeitsumfeld im noch aufrechten Dienstverhältnis ihrerseits als sehr belastend erlebt werde und sie daher auch einen Dienstgeberwechsel anstrebe. Allerdings wollte sie auch so schnell als möglich wieder in den Arbeitsprozess zurückkehren und favorisierte in diesem Zusammenhang nach wie vor den Reinigungsbereich. Der durchgeführte große Basischeck ergab seitens der arbeitsmedizinischen als auch arbeitspsychologischen Empfehlungen im Hinblick auf gesundheitsfördernde Maßnahmen die Einleitung einer psychologischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung, eine Visuskontrolle beim Augenfacharzt, die Einleitung einer symptomorientierten Schmeztherapie sowie fachärztliche Abklärungen bzw. eventuelle Neueinstellung im Hinblick auf die vorliegende Medikation. Im anschließend eingeleiteten Case Management wurden die Themen bzw. Ziele daher auf die Unterstützung bei der psychischen Stabilisierung, als auch  auf den Wiedereintritt in den Berufsalltag sowie, im Bereich des Bewerbungsmanagements,  auf mögliche berufliche Veränderungen im Hinblick auf einen neuen Arbeitgeber gelegt. Im Hinblick auf die berufliche Perspektivenentwicklung wäre – in Absprache mit der zuständigen Regionalstelle des AMS – die Teilnahme an einer Berufsorientierungsmaßnahme vorgesehen gewesen. Im Rahmen des laufenden Case Managements zeigte sich die Kundin in diesem Kontext jedoch bereits sehr engagiert, dass letztendlich aus den laufenden Bewerbungen ein Dienstverhältnis als Reinigungskraft in einer Privatklinik resultierte. Frau K. hat sich im Beratungsprozess als sehr kooperative Kundin mit hoher Compliance erwiesen. Sie hat motiviert alle gemeinsam erarbeiteten Meilensteine in die Umsetzung gebracht und stets pünktlich und zuverlässig die vereinbarten Beratungstermine wahrgenommen. Die Kundin präsentierte sich im Abschlussgespräch des Case Managements gesundheitlich deutlich stabilisiert und nimmt aktuell mit Freude ihre neue berufliche Aufgabe wahr.

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"Nach fit2work-Beratung zu neuer Perspektive und neuem Aufgabengebiet"

Herr O., 53 Jahre, nahm über die Empfehlung seines zuständigen AMS-Beraters telefonisch Kontakt zu fit2work auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. In dieser wurde gemeinsam mit dem zuständigen Casemanager  - aufgrund der vorliegenden Problemstellungen – die Durchführung eines kleinen arbeitspsychologischen Basischecks sowie in weiterer Folge die Einleitung einer Case Management-Beratung vereinbart. Der Kunde hatte das Handwerk des Bäckers erlernt und mit einer Lehrabschlussprüfung abgeschlossen. Im Anschluss daran war Herr O. 30 Jahre durchgehend im erlernten Beruf als auch im selben Betrieb tätig, wobei dieser letztendlich geschlossen werden musste und der Kunde sich ab diesem Zeitpunkt im arbeitssuchenden Status bei der zuständigen Regionalstelle des AMS befand. Herr O. gab zu Beratungsbeginn Problemstellungen im Bewegungs- und Stützapparat bekannt, ebenso war ein Bäckerekzem evident. Aus diesen Gründen erschien bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Beratung ein Wiedereinstieg in den erlernten Beruf als eher unrealistisch. –

Zusätzlich waren eine Schultergelenksarthrose sowie ein status post nach einer Rekonstruktion der SSP-Sehne der rechten Schulter als auch ein Cervikalsyndrom diagnostiziert. Auch begann sich die vorherrschende Arbeitslosigkeit als zunehmend belastend auf den psychischen Gesundheitszustand von Herrn O. auszuwirken. Die Ergebnisse der durchgeführten arbeitsmedizinischen Abklärung ergaben, dass das erlernte Berufsbild aufgrund der vorliegenden Einschränkungen nicht mehr ausgeübt werden kann. Seitens der Arbeitsmedizin wurden gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bereich Physiotherapie, multimodaler Schmerztherapie, entsprechender Kurmaßnahmen, fachärztlicher Konsultationen als auch Berufsorientierungsmaßnahmen im Hinblick auf einen beruflichen Wiedereinstieg empfohlen. Abgeleitet daraus wurden im Case Management die Themen bzw. Ziele auf die Bereiche der gesundheitlichen Stabilisierung auf physischer als auch psychischer Ebene, der Erarbeitung von neuen beruflichen Möglichkeiten als auch auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess gelegt. In der Umsetzung bedeutete dies die Inanspruchnahme von fachärztlichen Behandlungen (orthopädisch, psychiatrisch und internistisch), die Inanspruchnahme von physiotherapeutischen Einheiten, die Einleitung einer kostenlosen psychologischen Beratung, Aufzeigen der Möglichkeiten im Hinblick auf eine psychosoziale/psychosomatische Rehabilitationsmaßnahme sowie die gemeinsame Erarbeitung von neuen beruflichen Möglichkeiten bzw. beruflichen Perspektiven einhergehend mit einem entsprechenden Bewerbungsmanagement. Bereits während des noch laufenden Beratungsprozesses konnte Herr O. als Ausfahrer einer Bäckerei wieder in den Berufsalltag zurückkehren. Allerdings präsentierte sich dieser neue Aufgabenbereich als sehr stressbehaftet und für den Kunden letztendlich auf gesundheitlicher Ebene nicht förderlich. Somit wurde, gemeinsam mit dem zuständigen Case Manager, erneut – im aufrechten Dienstverhältnis bzw. noch laufendem Beratungsprozess – das Bewerbungsmanagement wieder aufgenommen und entsprechend intensiviert. Daraus resultierte letztendlich für Herrn O. ein neues Dienstverhältnis. Der Kunde ist derzeit zuständig für den Transport bzw. der Zustellung von Speisen einer Gesundheitsorganisation zu deren Zweigstellen. Auch konnte sich Herr O. in weiterer Folge gesundheitlich, mit Hilfe der im Rahmen des Case Managements erarbeiteten Meilensteine bzw. der Umsetzung der empfohlenen gesundheitsfördernden Empfehlungen aus dem Basischeck, entsprechend gut stabilisieren und blickt positiv in die berufliche als auch private Zukunft.

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"Mit gesundheitsfördernden Maßnahmen zur Selbständigkeit"

Frau B., 43 Jahre, nahm auf Empfehlung aus ihrem Bekanntenkreis hin telefonisch über die fit2work hotline Kontakt auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. Aufgrund der vorherrschenden Problemlagen wurde im Rahmen dieser die Durchführung eines kleinen arbeitspsychologischen Basischecks, sowie im Anschluss daran die Einleitung einer Intensivberatung gemeinsam mit der Kundin vereinbart. Frau B. hat eine Lehre zur Versicherungskauffrau mit Lehrabschlussprüfung erfolgreich beendet und im Anschluss daran sehr lange Zeit im erlernten Berufsbild bzw. Berufsfeld gearbeitet. Die Kundin fühlte sich jedoch im Arbeitsalltag zunehmend überfordert und psychisch belastet, was letztendlich zu einem längeren Krankenstand führte, in welchem sie  seitens des Arbeitgebers gekündigt wurde. Zu Beratungsbeginn befand sie sich daher in einem arbeitssuchenden Status und war entsprechend bei der zuständigen Regionalstelle des AMS gemeldet. Ebenso bestand der Wunsch, im erlernten Beruf auf selbständiger Basis wieder tätig zu werden.

Frau B. hatte in diesem Zusammenhang bereits die erforderliche Versicherungsmaklerprüfung abgelegt. Die Kundin gab zu Beratungsbeginn auch an, sich nach wie vor psychisch belastet zu  fühlen. Aufgrund des immer stärkeren Drucks im Vertriebsbereich, als auch internen bzw. personellen Veränderungen bei ihrem alten Arbeitgeber entwickelte sich bei ihr eine psychische Instabilität, welche von Angst- und Panikattacken begleitet wurde. Letztendlich wurde ein Überforderungssyndrom mit begleitender Angststörung diagnostiziert. Zusätzlich ist Frau B. Alleinerzieherin und hat die Sorgepflicht für ihre noch minderjährige Tochter. Als Problemlagen für die Intensivberatung präsentierte sich daher der reduzierte psychische Gesundheitszustand als auch die vorherrschende Arbeitslosigkeit. In diesem Zusammenhang ergab die Abklärung im Rahmen des arbeitspsychologischen Basischecks die Einleitung von gesundheitsfördernden Maßnahmen im Bereich von fachärztlichen Konsultationen zur Kontrolle der psychopharmakologischen Therapie, regelmäßige physiotherapeutische Behandlungen, die Einleitung einer multimodalen Schmerztherapie im Zusammenhang mit der evidenten Migräne, ein entsprechendes, belastungsangepasstes Bewegungsprogramm sowie im Bedarfsfall die Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung. Themen bzw. Ziele in der Intensivberatung waren daher die Unterstützung bei der psychischen Stabilisierung als auch beim Wiedereintritt in den Berufsalltag bzw. in die Selbständigkeit. In Absprache mit der zuständigen Regionalstelle des AMS konnte Frau B. als Teilnehmerin in das Unternehmensgründungsprogramm eintreten, welches ihr noch immer unterstützend beim Aufbau der Selbständigkeit zur Seite steht. Die Kundin war über den gesamten Beratungsverlauf hin äußerst motiviert und bemüht, die gemeinsam erarbeiteten Zielsetzungen als auch die Empfehlungen für die gesundheitsfördernden Maßnahmen aus dem Basischeck umzusetzen. Am Ende der fit2work Beratung präsentierte sich Frau B. gesundheitlich deutlich stabilisiert und engagiert im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Arbeit als selbständige Versicherungsmaklerin.

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(zuletzt aktualisiert: 1. Quartal 2018)