Fälle aus der Praxis

"Eine berufliche Neuorientierung – ein neuer beruflicher Weg"

Frau K., 33 Jahre, nahm über eine Empfehlung der zuständigen Gebietskrankenkasse – aufgrund eines längeren Krankenstandes – telefonisch Kontakt zu fit2work auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. Aufgrund der vorliegenden Problemstellungen wurde gemeinsam mit der Kundin die Durchführung eines kleinen arbeitspsychologischen Basischecks sowie in weiterer Folge die Einleitung einer Intensivberatung vereinbart. Die Kundin hatte nach Absolvierung des Kollegs für Kindergartenpädagogik durchgehend in diesem Bereich gearbeitet. Zuletzt war Frau K. in leitender Funktion in einer Kinderbetreuungseinrichtung tätig. Seit dem Jahr 2015 bestand in diesem Zusammenhang ein erhöhter Leistungsdruck, welcher die Kundin zunehmend an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führte.

Der Arbeitsstress, die pädagogische Verantwortung sowie die fordernden Kleinkinder wirkten sich psychisch belastend auf Frau K. aus, so dass sie letztendlich gezwungen war das Dienstverhältnis zu lösen und sich beim zuständigen AMS als arbeitssuchend einzumelden. Im Rahmen der Erstberatung kommunizierte die Kundin auch, dass es ihr nicht mehr möglich erscheine, im angestammten Berufsbild tätig zu werden; sie zeigte sich jedoch offen, neue berufliche Wege einzuschlagen. Im Vordergrund der Beratung stand der deutlich reduzierte psychische Gesundheitszustand von Frau K. Im durchgeführten arbeitspsychologischen Basischeck kam zur Einschätzung, dass die psychische Belastungsfähigkeit der Kundin als deutlich herabgesetzt einzustufen wäre. Somit waren die entsprechenden Empfehlungen dahingehend gelagert, dass für Frau K. – hinsichtlich einer psychischen Stabilisierung – eine stationäre psychosoziale Reha-Maßnahme, laufende fachärztliche Kontrollen als auch eine berufliche Neuorientierung als zielführend anzusehen wären. Im Beratungsverlauf zeigte sich die Kundin durchwegs motiviert diese Empfehlungen auch entsprechend umzusetzen. Die Inanspruchnahme der empfohlenen psychosozialen Reha-Maßnahme noch während des laufenden Beratungsprozesses führte zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes. Durch die gemeinsame Erarbeitung von möglichen beruflichen Perspektiven entsprechender Recherchearbeiten im Hinblick auf die Umsetzung dieser, eröffneten der Kundin letztendlich Möglichkeit, ab September 2017 über ein Fachkräftestipendium eine Ausbildung zur Diplomkrankenschwester beginnen zu können. Frau K. konnte gesundheitlich gut stabilisiert in diese Ausbildung eintreten und sieht ihrer beruflichen Zukunft positiv entgegen.

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"Wieder gut angekommen am neuen alten Arbeitsplatz"

Herr N., 44 Jahre, nahm über die Empfehlung seines Arztes Kontakt zur Personenberatung von fit2work auf. Der Kunde hatte eine Ausbildung als Kraftfahrzeugtechniker mit Lehrabschlussprüfung absolviert und danach immer in diesem Berufsbild gearbeitet. Seit 1993 war Herr N. in einer Brauerei als Fuhrparkleiteiter tätig. Im Juni 2016 fanden – aufgrund einer Firmenfusion – immer wieder größere, firmeninterne Umstrukturierungen statt. Seit diesem Zeitpunkt herrschte auch unter den MitarbeiterInnen eine sehr angespannte Stimmung, da niemand genau wusste, wie die Zukunft aussehen würde. Herr N. fühlte sich zunehmend auf körperlicher als auch psychischer Ebene – auch aufgrund vieler Überstunden – belastet.

Anfang August 2016 führte dies dazu, dass der Kunde einen psychischen Zusammenbruch erlitt. Zum Zeitpunkt der Erstberatung befand sich Herr K. in einem laufenden Krankenstand. Er äußerte zu Beratungsbeginn den Wunsch, gesundheitlich gestärkt wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren zu wollen. Aus medizinischer Sicht litt der Kunde zusätzlich an einer ausgeprägten Herzmuskelschwäche, hatte in der Vergangenheit einen Herzinfarkt erlitten und sich bereits zweimal in einer kardiologischen Reha-Maßnahme befunden. Aufgrund der vorliegenden Problemstellungen wurde mit Herrn N. die Durchführung eines großen Basischecks (arbeitsmedizinische als auch arbeitspsychologische Abklärung) sowie in weiterer Folge die Einleitung einer Casemanagement-Beratung vereinbart. Die Zielsetzungen in der Beratung waren eine Unterstützung bei der psychischen Stabilisierung, der Wiedereintritt in den Berufsalltag, der Erhalt des Arbeitsplatzes sowie eine mögliche berufliche Veränderung innerhalb der Firma. Herr N. zeigte sich über den gesamten Beratungsverlauf hin äußerst motiviert. Ebenso war er bestrebt, alle – aus dem Basischeck – empfohlenen, gesundheitsfördernden Maßnahmen entsprechend umzusetzen. Durch Gespräche mit Vorgesetzen und dem Betriebsrat konnte für den Kunden betriebsintern ein entsprechender Arbeitsplatz gefunden werden, der deutlich weniger Stressfaktoren als auch Verantwortung aufweist. Ebenso brauchen keine Überstunden mehr geleistet werden. Diese Situation wirkt sich zusätzlich positiv auf den Gesundheitszustand von Herrn N. aus.

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"Gesundheitlich gestärkt für eine neue berufliche Aufgabe"

Herr O., 57 Jahre, wurde auf ärztliche Empfehlung hin auf das Beratungsangebot von fit2work aufmerksam. Der Kunde hatte eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann mit Lehrabschlussprüfung erfolgreich beendet und im Anschluss daran auch immer im erlernten Berufsbild bzw. Berufsfeld gearbeitet. Zuletzt war der Kunde im Einzelhandelsbereich in einer Führungsposition tätig und in diesem Kontext zuständig für die MitarbeiterInnenführung als auch die Personalentwicklung bzw. Lehrlingsausbildung. Gesundheitliche Problemstellungen als auch eine immer stärker werdende Stressbelastung schlugen sich zunehmend negativ auf den psychischen Gesundheitszustandes des Kunden nieder und es kam zu einer deutlichen Reduktion der Alltagsbewältigung. Aufgrund starken Personalwechsels bzw. eines Wechsels auf der Führungsebene begann sich der Druck im Hinblick auf die Umsatzzahlen massiv zu verstärken. All diese Faktoren führten letztendlich dazu, dass Herr O. an einem Erschöpfungssyndrom erkrankte und das Dienstverhältnis im beiderseitigen Einvernehmen gelöst werden musste.

Zusätzlich gab der Kunde an, an chronischen Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule zu leiden und es bestand die Diagnose einer Darmerkrankung. Aufgrund dieser Problemlagen wurde eine arbeitsmedizinische sowie arbeitspsychologische Abklärung in Form eines großen Basischecks sowie die Einleitung einer Casemanagement-Beratung mit dem Kunden vereinbart. Die vorherrschenden Themenstellungen dabei waren die psychische Stabilisierung sowie ein Wiedereintritt in den Berufsalltag. Der Kunde zeigte über den gesamten Beratungsverlauf hin eine hohe Motivation, die aus dem Basischeck  empfohlenen gesundheitsfördernden Maßnahmen entsprechend umzusetzen. Durch die Einleitung einer Vielzahl an Behandlungen und Therapien gelang es Herrn O. zunehmend seinen Alltag immer besser zu bewältigen. Gemeinsam wurden auch realistische berufliche Perspektiven im Hinblick auf eine nachhaltige Reintegration in den Arbeitsprozess erarbeitet. Herr O. bewarb sich bereits während der noch laufenden Beratung für eine offene Stelle als Lehrlingsbetreuer in einem Jugendprojekt. Da diese Bewerbung letztendlich einen positiven Verlauf zeichnete, konnte der Kunde – gesundheitlich gestärkt und auf psychischer Ebene stabilisiert – in den Arbeitsalltag zurückkehren.

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(zuletzt aktualisiert: 4. Quartal 2017)