Fälle aus der Praxis

„Es gibt immer Wege und Möglichkeiten“

Frau T., 42 Jahre, nahm über die Empfehlung ihres Hausarztes telefonisch Kontakt zu fit2work auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. Aufgrund der vorliegenden Problemstellungen wurde gemeinsam mit der Kundin die Durchführung einer arbeitspsychologischen Abklärung im Rahmen eines kleinen Basischecks, sowie in weiterer Folge die Einleitung eines Case Managements vereinbart. Die Kundin hat eine Lehre zur Bankkauffrau absolviert und war auch über längere Zeit in diesem Berufsfeld tätig. Nach ihrer Eheschließung hat Frau T. auf selbständiger Basis im landwirtschaftlichen Betrieb ihres Gatten gearbeitet. Da zu Beratungsbeginn eine Trennung vom Ehemann im Raum stand präsentierte sich die berufliche Zukunft der Kundin als ungewiss. Auf gesundheitlicher Ebene war eine Essstörung evident. Eine fachpsychiatrische Betreuung war zu Beratungsbeginn laufend, Frau T. präsentierte sich allerdings auf psychischer Ebene sehr belastet. Im Hinblick auf die ungewisse berufliche Zukunft war zusätzlich eine angespannte finanzielle Situation zu verzeichnen. Die Kundin äußerte den Wunsch im Rahmen von fit2work Unterstützung bei der gesundheitlichen Stabilisierung als auch bei der Erarbeitung von beruflichen Perspektiven zu erhalten.

Im Zuge des durchgeführten kleinen arbeitspsychologischen Basischecks ergab die arbeitspsychologische Einschätzung, dass, nach eingehender psychischer Stabilisierung, ein belastungsangepasster Wiedereintritt in den Arbeitsprozess zu befürworten sei. Somit wurden die gemeinsam mit Frau T. erarbeiteten Meilensteine im Rahmen der Case Management-Beratung auf eine gesundheitliche Stabilisierung und die Erarbeitung von beruflichen Möglichkeiten ausgerichtet. Zusätzlich wurden die Thematiken des belastungsangepassten beruflichen Wiedereinstiegs als auch die finanziellen Problemstellungen einer gemeinsamen Bearbeitung zugeführt. In weiterer Folge konnten im Rahmen der Case Management-Beratung gemeinsam entsprechende berufliche Perspektiven erarbeitet und ein entsprechendes Bewerbungsmanagement in diesem Zusammenhang eingeleitet werden. Ein gemeinsam eingebrachter Antrag auf bedarfsorientierte Mindestsicherung konnte Entlastung im Zusammenhang der angespannten finanziellen Situation bewirken. Ebenso war es im Rahmen der fit2work Beratung möglich, die Wohnsituation durch den Umzug in eine eigene Wohnung nach der Ehescheidung entsprechend zu regeln. Im Hinblick auf den zu Beratungsbeginn reduzierten psychischen Gesundheitszustand erfolgte gemeinsam mit Frau T. eine entsprechende Ressourcenarbeit, die Vermittlung von Möglichkeiten der Stressverarbeitung als auch eine Vernetzung hin zur Frauenberatungsstelle. Fachpsychiatrische Konsultationen und Abklärungen, einhergehend mit neuer Medikamenteneinstellung sowie entsprechend regelmäßigen Verlaufskontrollen halfen zusätzlich den Gesundheitszustand der Kundin zu stabilisieren. Aufgrund der hohen Motivation von Frau T. sowie der einhergehenden guten Kooperation mit der zuständigen Case Managerin von fit2work konnte die Kundin nach Ende der Case Management-Beratung im Rahmen eines Teilzeitdienstverhältnisses wieder beruflich Fuß fassen. Frau T. fühlt sich sehr gut wieder im Arbeitsalltag angekommen und die neue Arbeit bereitet ihr durchwegs Freude.

 

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„Gleiches Berufsbild aber gesundes Arbeitsumfeld“

Frau P., 50 Jahre alt, wurde auf eine Empfehlung eines Arbeitskollegen auf das Beratungsangebot von fit2work hingewiesen und kontaktierte in weiterer Folge die fit2work hotline. Nach Vereinbarung für einen Termin zur Erstberatung wurde in selbiger gemeinsam mit der verantwortlichen Case Managerin die Durchführung einer arbeitsmedizinischen Abklärung und die Einleitung einer Intensivberatung vereinbart. Im beruflichen Kontext hatte die Kundin nach Beendigung der Pflichtschule eine Lehre zur Einzelhandelskauffrau erfolgreich mit der Lehrabschlussprüfung beendet, war jedoch nur wenige Monate im erlernten Berufsfeld tätig gewesen. Frau P. arbeitete danach über mehrere Jahre als Reinigungskraft in unterschiedlichen Krankenanstalten und absolvierte in weiterer Folge eine Ausbildung zur Operationsassistentin.

Ab diesem Zeitpunkt war die Kundin auch durchgehend in diesem Berufsfeld tätig. Im Rahmen der Erstberatung schildert sie ein sehr belastendes Betriebsklima, welches zunehmend auf der gesundheitlichen Ebene als belastend wirke. Zusätzlich würden Problemstellungen im Bereich des Stützapparates aufgrund von mehreren Bandscheibenvorfällen bestehen. Frau P. gab an, ihren derzeitigen Beruf sehr gerne auszuüben und wünschte sich im Rahmen der fit2work Beratung Unterstützung bei der gesundheitlichen Stabilisierung als auch Hilfestellung bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz bzw. beim möglichen Wechsel in eine andere Abteilung. Die arbeitsmedizinische Einschätzung, resultierend aus der Durchführung eines kleinen arbeitsmedizinischen Basischecks, ergab, dass der Kundin die Tätigkeit als Operationsassistentin weiterhin zumutbar sei. Allerdings wäre eine Versetzung in einen OP-Bereich mit geringerer körperlicher Belastung, im Rahmen der sog. „kleinen chirurgischen Fächer“, empfehlenswert. Zusätzlich wurde die Einleitung einer Physiotherapie, die Abklärung durch entsprechende FachärztInnen sowie einer bedarfsorientierten Schmerztherapie seitens des Arbeitsmediziners von fit2work empfohlen. Die gemeinsamen Ziele in der Intensivberatung wurden somit im Bereich der Einleitung und Weiterführung medizinischer Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der körperlichen Situation angesiedelt. Weitere Meilensteine der Intensivberatung wurden im Zusammenhang mit der Erarbeitung von Strategien zur Belastungsreduktion und zum Erhalt des Arbeitsplatzes, sowie im Hinblick auf eine Abklärung von Versetzungsmöglichkeiten definiert. Frau P. präsentierte sich im fit2work Beratungsprozess als sehr kooperativ und motiviert. Im durchgeführten Feedback-Gespräch zur Überprüfung der Nachhaltigkeit gab die Kundin an, dass sich ihr Gesundheitszustand auch nach Beendigung der Intensivberatung weiter stabilisiert habe. Dies setze sie in Zusammenhang mit den gesundheitsfördernden Empfehlungen aus dem arbeitsmedizinischen Basischeck als auch aufgrund der, mit der Case Managerin gemeinsam, erarbeiteten Meilensteine im Rahmen der fit2work Beratung. Zwischenzeitlich konnte Frau P. auch an eine andere Abteilung innerhalb des Krankenhausverbundes wechseln und fühlt sich in ihrem neuen Arbeitsumfeld durchwegs wohl.

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„Mit Hilfe von gesundheitsfördernden Empfehlungen zum beruflichen Wiedereinstieg“

Herr K., 38 Jahre, nahm bezugnehmend auf eine Empfehlung durch den Sozialdienst einer Krankenanstalt hin telefonisch über die fit2work hotline Kontakt auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. Aufgrund der vorliegenden Problemstellungen wurde gemeinsam mit dem Kunden die Durchführung eines großen Basischecks sowie im Anschluss daran die Einleitung einer Case Management-Beratung vereinbart. Auf beruflicher Ebene hatte Herr K. nach Absolvierung der Pflichtschule eine Lehre als Schuhmacher absolviert und diese mit der Lehrabschlussprüfung abgeschlossen. Im Anschluss daran war der Kunde auch über viele Jahre hindurch als Maßschuhmacher beruflich tätig. Gewalterfahrungen in früher Kindheit im Familienverband als auch laufende Beziehungsproblematiken haben sich letztendlich negativ auf den psychischen Gesundheitszustand von Herrn K. ausgewirkt. Dies führte dazu, dass es immer wieder zu krankheitsbedingten Ausfällen im Arbeitsprozess gekommen ist und das letzte Dienstverhältnis schließlich gelöst wurde. Daran anschließend war der Kunde in unterschiedlichen Berufsfeldern als Hilfsarbeiter tätig, wobei auch hier die Arbeitsprozesse immer wieder durch längere Krankenstandphasen unterbrochen wurden.

Bei Eintritt in die fit2work Beratung war Herr K. als arbeitssuchend bei der zuständigen Regionalstelle des AMS gemeldet. Der gesundheitliche Gesamtzustand präsentierte sich zu Beratungsbeginn als deutlich reduziert. Durch einen Arbeitsunfall gab es somit auch Problemstellungen auf medizinischer Ebene. Der Kunde hatte  Sorge, überhaupt wieder beruflich Fuß fassen zu können. Durch seine letzte berufliche Tätigkeit als Paketzusteller und den damit verbundenen Schichtarbeitszeiten erlitt Herr K. bereits zweimal ein burn out, wobei in beiden Fällen ein stationärer Aufenthalt zu verzeichnen war. Als Hauptproblemlagen präsentierten sich daher zu Beratungsbeginn der stark reduzierte Gesundheitszustand auf psychischer als auch physischer Ebene sowie die vorherrschende Arbeitslosigkeit einhergehend mit finanziellen Problemstellungen. Aus der Durchführung eines großen Basischecks mit arbeitsmedizinischer als auch arbeitspsychologischer Abklärung resultierten gesundheitsfördernde Empfehlungen im Rahmen von fachärztlichen Abklärungen, Einleitung einer Psychotherapie, medikamentöser Einstellung und einhergehende Verlaufskontrollen als auch gesundheitspsychologische Maßnahmen zur Stressbewältigung und erforderlicher ICH-Stärkung. Die zentralen Themenstellungen im Rahmen der fit2work Beratung waren somit eine gesundheitliche Stabilisierung, eine entsprechende berufliche Perspektivenentwicklung und eine Unterstützung beim Wiedereintritt in den Erwerbsalltag. Durch die Einbindung in eine psychotherapeutische Maßnahme im Rahmen der Möglichkeiten des BÖP Anschlussangebotes von fit2work und der Umsetzung der zusätzlich empfohlenen gesundheitsfördernden Maßnahmen zeigte sich der Kunde in der zweiten Hälfte des Beratungsverlaufs immer stärker motiviert und gestaltete gegen Ende des Case Managements hin ein intensives Bewerbungsmanagement um möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess eintreten zu können. Im Zuge der Nachhaltigkeitsüberprüfung durch das eingeholte Feedback gab Herr K. an, sich psychisch als auch physisch deutlich stabiler zu fühlen. Er sei zwischenzeitlich wieder beruflich in der Baubranche tätig und die Arbeit bereite ihm sehr viel Freude und trage aus seiner Sicht auch zum psychischen Wohlbefinden bei. Nach wie vor würde er sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, wobei ihm dies sehr helfen würde mental stark und körperlich gesund zu bleiben.

 

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(zuletzt aktualisiert: 3. Quartal 2018)