Fälle aus der Praxis

Nach Krankenstand schrittweise wieder im Arbeitsleben

Herr K., voller Enthusiasmus und Tatendrang, mitten im Leben stehend, erlitt Anfang dieses Jahres bei einem Unfall eine schwere Verletzung seiner Gebrauchshand. Auf die Notoperation und den Krankenhausaufenthalt folgten zahlreiche medizinische Therapien, um die Einsatzfähigkeit der Hand, insbesondere der Finger, wiederherzustellen. Über ein halbes Jahr später konnte Herr K. jedoch immer noch nicht in seinen Job zurückkehren und die vollwertige Arbeitsleistung erbringen.

Er war in einem technischen Arbeitsbereich beschäftigt, welcher schwere Hebe- und Trageleistungen und Feinmotorik fordert. Von seiner Firma, welche sehr bestrebt war, Herrn K. weiterhin zum Team zu zählen, erfuhr er von der Möglichkeit der Wiedereingliederungsteilzeit, einem Modell, welches ihm nach dem längeren Krankenstand einen seiner körperlichen Belastbarkeit angepassten Wiedereinstieg in den ursprünglichen Arbeitsplatz ermöglichen sollte. Um detaillierte Informationen über das Modell der Wiedereingliederungsteilzeit zu erhalten, vereinbarte Herr K. ein persönliches Beratungsgespräch bei fit2work. Der Personalverantwortliche der Firma wurde telefonisch kontaktiert und über die Rahmenbedingungen in Kenntnis gesetzt. Da vor allem Herr K. die Einsicht gewann, mit einer anfänglichen Stundenreduktion um 50% mit allmählicher Steigerung innerhalb von einigen Wochen wieder voll einsatzfähig sein zu können und die Firma diesem Vorhaben sehr positiv gegenüberstand, wurde nach GKK-Vorlage ein entsprechender Wiedereingliederungsplan mit nötigen Adaptionsmaßnahmen erstellt. Die Case-Managerin von fit2work wurde in beratender Funktion beigezogen. Im Rahmen des arbeitsmedizinischen Basischecks bei fit2work wurde der Wiedereingliederungsplan als medizinisch zweckmäßig und die schrittweise Rückkehr in den Arbeitsprozess als unterstützend zur allmählichen Festigung der Arbeitsfähigkeit erachtet und schließlich befürwortet, sodass Herr K. den Wiedereingliederungsplan und die Wiedereingliederungsvereinbarung an die TGKK übermitteln konnte. Binnen einer Woche wurde der Antrag von der TGKK positiv beschieden und Herr K. konnte seine Arbeit wieder aufnehmen. Sowohl Herr K. als auch sein Arbeitgeber freuten sich über die zeitnahe Abwicklung und sind zufrieden mit dem ausgearbeiteten Plan der Wiedereingliederungsteilzeit, welcher Herrn K. kontinuierlich seine körperliche Belastbarkeit stärken lässt und auch seinem Selbstwertgefühl gut tut und der Firma den geschätzten, kompetenten Mitarbeiter früher als erwartet zurückbringt.

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Neue Perspektiven, neue Wege

Herr P. kommt auf Anraten seines AMS-Beraters zu fit2work und erklärt, dass er aufgrund einer stetig schlechter werdenden Einschränkung des Bewegungsapparates nicht mehr im bisherigen Beruf tätig sein kann, weil die körperliche Belastung und die andauernde stehende und gehende Arbeitshaltung die bereits angegriffenen Bereiche vermehrt belasten würden. Therapien würden zwar kurzfristige Schmerzlinderung bringen, auf Dauer jedoch subjektiv keine wesentlichen Verbesserungen und eine Operation möchte er so lange wie nur möglich aufschieben. Nach dem arbeitsmedizinischen Basischeck, bei welchem ihm ein Wechsel seiner beruflichen Tätigkeit dringend angeraten wurde, wurden verschiedene berufliche Möglichkeiten (Umschulung, Fortbildung, …) diskutiert. Herr P. zeigte sich nicht nur örtlich und zeitlich sehr flexibel sondern neuen beruflichen Perspektiven/Wegen gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert. Wichtig erschien ihm eine gute Basisausbildung, da er, wenn er schon etwas Neues beginnt, „etwas mit Hand und Fuß“ machen möchte.

Da Herr P. zunächst einen kompletten beruflichen Neuanfang starten wollte, wurde eine berufliche Rehamaßnahme angedacht, welche vom AMS auch unterstützt worden wäre. Ziel der beruflichen Reha wäre gewesen, sich intensiv mit der weiteren beruflichen Zukunft und Berufsbildern, welche die gesundheitliche Situation berücksichtigen, zu beschäftigen, um schließlich einen Rehaplan mit konkreten Schritten zur Umschulung/neuen Berufsausbildung zu erstellen. Im Zuge der Intensivberatung wurde bald klar, dass Herr P. eigentlich eine gute schulische sowie fachspezifische Ausbildung besitzt. Er erklärte, bisher nur aufgrund attraktiverer Jobangebote, die seinem Lebensstil mehr entgegenkamen, nicht in der erlernten Berufssparte gearbeitet zu haben, mittlerweile aber großes Interesse dafür zu hegen, besonders weil dieses Berufsfeld körperlich weniger belastend ist. Von reinen Initiativbewerbungen versprach sich Herr P. ob der fehlenden Praxis und dem mittlerweile auch defizitären theoretischen Kenntnisse nicht besonders viel. Somit wurde gemeinsam in Absprache mit dem AMS-Berater nach „Auffrischungskursen“ recherchiert und erfreulicherweise ein kompakter, fachspezifischer Kurs Vorort gefunden, welchen Herr P. mittlerweile motiviert und engagiert besucht und dabei vom AMS unterstützt wird. Neben der umfassenden Vermittlung von Theoriekenntnissen ist auch eine praktische Erprobung im Arbeitsgeschehen vorgesehen, ebenso wie vermittlungsunterstützende Elemente. Herr P. ist zufrieden und sicher, dadurch leichter einen gesundheitsfördernden/-stärkenden Wiedereinstieg zu schaffen.

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Zurück in den Beruf nach Krankenstand

Frau B. ist 55 Jahre alt und seit 25 Jahren als Verkäuferin im Einzelhandel tätig. Im August 2017 nahm Frau B. mit fit2work Kontakt auf, weil sie sich seit Juni 2017 aufgrund von einem Bandscheibenvorfall im Krankenstand befindet. Im Juli hatte sie eine Bandscheiben-OP, welche sehr gut verlaufen ist. Aber eine derzeitige Rückkehr in ihre Tätigkeit als Verkäuferin in einer Vollzeitanstellung von 38,5 Wochenstunden war zu diesem Zeitpunkt für sie nicht möglich. Ihr Wunsch war daher, mit Hilfe der Wiedereingliederungsteilzeit schrittweise berufliche wieder einzusteigen und das Stundenausmaß langsam zu steigern, um im Anschluss wieder in Vollzeit arbeiten zu können.

Gemeinsam mit Frau B. und dem Arbeitgeber wurde vereinbart, dass für eine Wiedereingliederungsteilzeit mit der Dauer von 12 Wochen angesucht werden soll. Dabei möchte Frau B. ihre Wochenarbeitszeit in den ersten 8 Wochen auf 20 Wochenstunden und in den letzten 4 Wochen auf 30 Wochenstunden reduzieren. Nach dieser Einigung zwischen Frau B. und dem Arbeitgeber überprüfte der Arbeitsmediziner von fit2work den Wiedereingliederungsplan und konnte diesen befürworten. Nach der chefärztlichen Überprüfung durch die Gebietskrankenkasse konnte dieser Antrag auf Wiedereingliederungsteilzeit bewilligt werden und Frau B. wird 01. Oktober 2017 zuerst in Teilzeit einsteigen und nach 12 Wochen wieder in Vollzeit als Verkäuferin tätig sein.

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(zuletzt aktualisiert: 3. Quartal 2017)