Fälle aus der Praxis

Umschulung im Rahmen der beruflichen Reha

Herr N. (51 Jahre) ist gelernter KFZ Mechaniker und seit 25 Jahren in einer Autowerkstatt  beschäftigt.

Er hatte am 31.5.17 einen Autounfall, der ein Arbeitsunfall war. Seither ist Hr. N. im Krankenstand. Er hatte Wirbel- und Knochenbrüche in hoher Zahl (Becken, HWS, Hände). Es folgte eine Operation mit physiotherapeutischen Behandlungen. Danach absolvierte Hr. N. eine medizinische Reha in Althofen. Psycholog. Dort stellte sich heraus, dass Hr. N. vorauss. nicht in seinen erlernten Beruf zurückkehren kann. Er benötigte mit Hilfe der AUVA eine berufliche Rehabilitation.

 

Es wurde als 1. Schritt eine Arbeitsmedizinische Abklärung in die Wege geleitet – die ebenfalls einen Arbeitsplatzwechsel empfohlen hatte. In weiterer Folge wurde beim Sozialministerium Service (SMS) ein Antrag auf Grad der Behinderung und Begünstigten Status gestellt. Herr N. erhielt hier eine Einstufung von 50% und war somit im Rahmen des Behinderteneinstellungsgesetz förderbar. fit2work stand während der gesamten Beratungszeit immer in Kontakt mit der Firma des Kunden, und informierte auch über den Ausgang des Verfahrens bei der AUVA. Diese bewilligte schließlich die Berufliche Reha und Hr. N. konnte sich einer Umschulung im Rahmen einer Beruflichen Reha der AUVA widmen.

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Reduktion der psychischen Belastung

Herr H. arbeitet seit 34 Jahren als Lagerarbeiter und wendet sich aufgrund von psychischer und körperlicher Belastung am Arbeitsplatz an fit2work. 11 Stunden Tage und ein andauernder Kampf und fristgerechten Zeitausgleich haben den K. zermürbt.

Im Erstgespräch wird die berufliche Situation des Kunden und der daraus entstandenen psychischen Beeinträchtigungen erörtert. Es besteht ein Dienstverhältnis, das durch permanente Arbeitsüberlastung und Überforderung gekennzeichnet ist. Dies habe beim Kunden seit längerem zu Panikattacken, Schafproblemen und Erschöpfung geführt.

Herr H. befand sich zum Zeitpunkt der Erstberatung bereits in fachärztlicher Behandlung (Diagnose: Burnout-Syndrom und depressive Reaktion). Zudem bestanden auch physische Einschränkungen wie Arthrose und Rückenschmerzen, die jedoch zu Beginn der Beratung keine aktuelle Belastung darstellten.

Hr. H. befand sich seit drei Monaten im Krankenstand. Er wollte an seinem Arbeitsplatz zurückkehren, aber mit einem bewältigbaren Arbeitspensum. Es wurde eine arbeitspsychologische und, aufgrund des aktuellen physischen Status, eine arbeitsmedizinische Abklärung eingeleitet. Diese kamen zum Ergebnis, dass von einer langfristigen Tätigkeit als Lagerarbeiter abgeraten wird. Es wurde zu einer weiteren fachärztlichen Behandlung, regelmäßigem Rückentraining und bei Bedarf zu psychotherapeutischer Begleitung geraten. Beruflich wurde eine Versetzung innerhalb der Firma in den Bereich Kommissionierung empfohlen.

Nach langen Verhandlungen mit Entscheidungsträgern der Firma (Vorgesetzte, Geschäftsführer) wurde schließlich vereinbart, dass Hr. H. vorerst in Teilzeit als Kommissionierer arbeiten kann. Der Krankenstand wurde beendet und die neue Tätigkeit hat sich bewährt.

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Gesundheitliche Stabilisierungen im Rahmen von fit2work

Die 52-jährige Frau K. ist seit vielen Jahren im Managementbereich tätig. Sie macht ihren Job sehr gerne und hat in den letzten Jahren sehr viele Überstunden geleistet. Privat hat dies fortlaufend zu Problemen geführt, die ihre Familie sehr belastet haben. Frau K. verspürte zunehmend ein Gefühl der Isolation, welches sich durch laufenden Personalabbau und ständige Fluktuation im Unternehmen einstellte. Es war ihr auch nicht mehr möglich, sich auf ihre KollegInnen einzustellen, da der Arbeitsdruck immer höher geworden ist.

Mit der Zeit bemerkte sie, dass sie sich privat zurückzog und auch ihren Hobbies, die ihr sehr wichtig sind, nicht mehr nachgegangen ist. Sie hat dies auf eine momentan hohe Arbeitsauslastung zurückgeführt und geglaubt, dass sich ihre Befindlichkeit nach ihrem Urlaub wieder ändern wird. Eines Morgens verspürte Frau K. plötzlich sehr starkes Herzrasen, hatte Schweißausbrüche, litt an Übelkeit, Magendarmproblemen und eine profunde Schwäche stellte sich ein. Sie nahm dies nicht ernst und ging wie gewohnt zur Arbeit. Dort merkte sie, dass es ihr nicht mehr möglich war, ihrer Arbeit nachzugehen und suchte den Arzt auf. Im Krankenstand bemerkte sie, dass zur den vorliegenden Symptomen auch noch ein gestörter Schlaf  dazukam und sich ihre gesundheitliche Situation noch verschlechterte. Es zeigten sich jetzt vermehrt Panikattacken und eine anhaltende Magen-Darmproblematik.

Es folgten medizinische Abklärungen (z.B. Magen-Darmspiegelung, internistische Abklärung), die jedoch keine organische Erkrankung zeigten. Ihre Familie zeigte zunehmend Besorgnis und rieten ihr, sich an fit2work zu wenden. Im Rahmen der Betreuung bei fit2work wurde unter anderem eine arbeitspsychologische Untersuchung vorgenommen.

Es wurde festgestellt, dass eine Überlastungssymptomatik vorliegt, die charakterisiert ist durch überhöhtes Engagement und geringer Distanzierungsfähigkeit in Bezug auf Arbeitsprobleme, verminderter psychischer Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen und mit einem eingeschränkten Lebensgefühl einhergeht.

Frau K. wurde vom Arbeitspsychologen beispielsweise empfohlen, sich mit einem Facharzt für Psychiatrie in Verbindung zu setzen, was sie auch tat. Aufgrund der vorliegenden Symptomatik wurden eine Depression und eine chronische Erschöpfung festgestellt und ihr eine psychosoziale Reha empfohlen. Ebenso hat er ihr eine medikamentöse Therapie und eine psychotherapeutische Behandlung nahegelegt. 

Die K. nahm die psychosoziale Reha in Anspruch und fing danach mit einer Psychotherapie an, die ihr sehr geholfen hat mit ihren Problemen (speziell dem Zugang zu Problemen in der Arbeit) besser fertig zu werden. Im Laufe der Reha hielt Frau K. sehr viel Unterstützung und lernte, wie sie besser mit den vorliegenden Problemen umgehen kann. Es hat ihr auch geholfen, ihre Zugehensweise zu ihren Problemen zu verändern.

Frau K. kann ihrer Tätigkeit jetzt wieder nachgehen und fühlt sich durch die eingeleiteten Interventionen wieder ausreichend stabil. Die Psychotherapie hat sie weiterhin aktiv am Laufen. Auch regelmäßige Kontrollen beim Facharzt sind bei ihr jetzt eingeplant.

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(zuletzt aktualisiert: 1. Quartal 2018)

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