Fälle aus der Praxis

Gesundheitliche Stabilisierungen im Rahmen von fit2work

Die 52-jährige Frau K. ist seit vielen Jahren im Managementbereich tätig. Sie macht ihren Job sehr gerne und hat in den letzten Jahren sehr viele Überstunden geleistet. Privat hat dies fortlaufend zu Problemen geführt, die ihre Familie sehr belastet haben. Frau K. verspürte zunehmend ein Gefühl der Isolation, welches sich durch laufenden Personalabbau und ständige Fluktuation im Unternehmen einstellte. Es war ihr auch nicht mehr möglich, sich auf ihre KollegInnen einzustellen, da der Arbeitsdruck immer höher geworden ist.

Mit der Zeit bemerkte sie, dass sie sich privat zurückzog und auch ihren Hobbies, die ihr sehr wichtig sind, nicht mehr nachgegangen ist. Sie hat dies auf eine momentan hohe Arbeitsauslastung zurückgeführt und geglaubt, dass sich ihre Befindlichkeit nach ihrem Urlaub wieder ändern wird. Eines Morgens verspürte Frau K. plötzlich sehr starkes Herzrasen, hatte Schweißausbrüche, litt an Übelkeit, Magendarmproblemen und eine profunde Schwäche stellte sich ein. Sie nahm dies nicht ernst und ging wie gewohnt zur Arbeit. Dort merkte sie, dass es ihr nicht mehr möglich war, ihrer Arbeit nachzugehen und suchte den Arzt auf. Im Krankenstand bemerkte sie, dass zur den vorliegenden Symptomen auch noch ein gestörter Schlaf  dazukam und sich ihre gesundheitliche Situation noch verschlechterte. Es zeigten sich jetzt vermehrt Panikattacken und eine anhaltende Magen-Darmproblematik.

Es folgten medizinische Abklärungen (z.B. Magen-Darmspiegelung, internistische Abklärung), die jedoch keine organische Erkrankung zeigten. Ihre Familie zeigte zunehmend Besorgnis und rieten ihr, sich an fit2work zu wenden. Im Rahmen der Betreuung bei fit2work wurde unter anderem eine arbeitspsychologische Untersuchung vorgenommen.

Es wurde festgestellt, dass eine Überlastungssymptomatik vorliegt, die charakterisiert ist durch überhöhtes Engagement und geringer Distanzierungsfähigkeit in Bezug auf Arbeitsprobleme, verminderter psychischer Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen und mit einem eingeschränkten Lebensgefühl einhergeht.

Frau K. wurde vom Arbeitspsychologen beispielsweise empfohlen, sich mit einem Facharzt für Psychiatrie in Verbindung zu setzen, was sie auch tat. Aufgrund der vorliegenden Symptomatik wurden eine Depression und eine chronische Erschöpfung festgestellt und ihr eine psychosoziale Reha empfohlen. Ebenso hat er ihr eine medikamentöse Therapie und eine psychotherapeutische Behandlung nahegelegt. 

Die K. nahm die psychosoziale Reha in Anspruch und fing danach mit einer Psychotherapie an, die ihr sehr geholfen hat mit ihren Problemen (speziell dem Zugang zu Problemen in der Arbeit) besser fertig zu werden. Im Laufe der Reha hielt Frau K. sehr viel Unterstützung und lernte, wie sie besser mit den vorliegenden Problemen umgehen kann. Es hat ihr auch geholfen, ihre Zugehensweise zu ihren Problemen zu verändern.

Frau K. kann ihrer Tätigkeit jetzt wieder nachgehen und fühlt sich durch die eingeleiteten Interventionen wieder ausreichend stabil. Die Psychotherapie hat sie weiterhin aktiv am Laufen. Auch regelmäßige Kontrollen beim Facharzt sind bei ihr jetzt eingeplant.

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Wiedererlangung des seelischen Gleichgewichts

Frau K. ist 45 Jahre alt und  arbeitete seit Pflichtschulabschluss als Hilfskraft in verschiedensten Betrieben. Vor drei Jahren hat sie die Ausbildung zur mobilen Heimhelferin absolviert und arbeitete 1 Jahr lang in diesem Bereich. Durch eine Vielzahl an persönlichen bzw. familiären Belastungen entstanden massive  psychische Instabilitäten. Frau K. war deshalb vor einigen Jahren auf psychosoziale Reha, die aber keinen nachhaltigen Erfolg zeigte. Durch weitere Stresssituationen, verschlechterte sich ihr psychischer Zustand weiterhin, sie fühlte sich ständig überfordert. Frau K. musste deshalb ihr letztes Arbeitsverhältnis lösen. Frau K. suchte einen Facharzt für Psychiatrie auf und wird derzeit medikamentös behandelt. Frau K. erfährt über Bekannte von f2w und sucht Unterstützung um  wieder arbeitsfähig werden sowie bei der gesundheitlichen Stabilisierung.

Im Rahmen der f2w Intensivberatung  kann für Frau K. eine Einzel- sowie Gruppenpsychotherapie eingeleitet werden – beides eine wunderbar hilfreiche Ressource für die Wiedererlangung ihres seelischen Gleichgewichtes. Fr. K. bleibt weiterhin in psychiatrischer Behandlung, wobei ihre Medikamente am Ende der f2w Beratung bereits reduziert werden konnten; die K. nimmt auch schon wieder vermehrt am sozialen Leben teil.

Um einen bewältig baren  Arbeitsplatz zu finden, nahm die K. die  von der Case Managerin  empfohlenen  Workshop von Frau&Arbeit  in Anspruch ebenso wie die Caritas Jobcoaching und Arbeitsassistenz. Frau K. konnte eine Teilzeitarbeit in einem Seniorenheim finden, und wird im Hintergrund weiter von der Arbeitsassistenz betreut. Die K. ist sehr optimistisch mit den eingeleiteten Unterstützungsmaßnahmen ihren Arbeitsplatz dauerhaft erhalten zu können.

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Von der Sucht zur Arbeitsfähigkeit

Frau K. hat einen sehr hohen Leidensdruck, da sie immer sehr gerne beruflich tätig war, jedoch seit 2010 nicht mehr an den Arbeitsmarkt zurückkehren konnte und beim AMS arbeitssuchend gemeldet ist. Frau K. berichtet zudem von massiven gesundheitlichen Beschwerden. So erlitt sie bereits bei ihrer Geburt einen Sauerstoffmangel aus welchem heraus, sich eine Aortenverengung ergab. Die K. wurde bereits mehrfach am Herzen operiert. Frau K. berichtet weiters von erlittenen Gehirnschlägen welche zu einer Einschränkung der linken Extremitäten geführt haben.

Auch berichtet Frau K. von einer seit etwa 10 Jahren bestehenden Alkoholsucht, sowie einem sehr schlechten Zustand der Zähne, welche auch von massiver Zahnarzttangst begleitet wird.
Frau K. ist psych. Massiv belastet, da sie zum Ersten keine Arbeit findet und zum Zweiten von einem sehr unbeständigen gesundheitlichen Zustand berichtet. Die Kundin wünscht sich eine Wiederherstellung ihrer Arbeitsfähigkeit, sowie die Erreichung von weitgehender gesundheitlicher Stabilität. Im Zuge des fit2work Basischecks ergeben sich zahlreiche Empfehlungen für Frau K. Gemeinsam mit der Case Managerin schafft es Frau K. diese Maßnahmen einzuleiten und auch umzusetzen. So beginnt die K. mit der Umsetzung einer Einzelpsychotherapie und arbeitet aktiv am Erfolg der Therapie mit.  So berichtet sie am Beratungsende von stark erhöhter Reflexionskompetenz hinsichtlich des Suchtverhaltens und großen Fortschritten was die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit betreffen. Zudem befindet sich Frau K. in aufrechter Begleitung durch die Suchtberatung und nimmt dort wöchentliche Termine wahr. Auch hat es Frau K. geschafft mit einer Zahnsanierung zu beginnen. Hinsichtlich ihres beruflichen Wiedereinstiegs berichtet Frau K.,  dass sie bereits stabil genug sei,  "ihre Fühler auszustrecken" und nimmt noch vor dem fit2work Abschlussgespräch, Kontakt mit der AASS ÖZIV auf, um sich bei der Jobsuche unterstützen zu lassen.
Frau K. fühlt sich nach der Beratung nunmehr in der Lage, neue und klare Entscheidungen zu treffen. Sie will, nachdem sie ihre Arbeitsfähigkeit wieder erlangt hat, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.

 

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(zuletzt aktualisiert: 1. Quartal 2018)

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