Fälle aus der Praxis

Fall des Monats "Erfolgreich bis zur Lehrabschlussprüfung"

Die Kundin kommt auf Empfehlung der Kontrollärztin zu fit2work. Sie ist 19 Jahre alt und akut psychisch stark belastet, da es in ihrer Jobsituation (Verkäuferin) zu einer Überforderung gekommen ist und sie nun seit einem Monat im Krankenstand sei. Die Kundin wird fachärztlich psychiatrisch behandelt (Psychopharmaka), habe aber keine Psychotherapie. Es sei bereits einmal für ein paar Tage zu einem stationären psychiatrischen Aufenthalt gekommen. Es bestünden weiters Schmerzen im Magen-Darm-Trakt (derzeit medizinische Abklärung laufend: Zuweisung Gastroskopie liegt vor). Die Kundin weist multiple Belastungsfaktoren auf (Wohnungs- und familiäre Situation sowie berufliche Anforderungen bei reduzierter Stressbelastbarkeit).

 

Beschäftigt ist die Kundin derzeit über die überbetriebliche Lehrlingsausbildung (seit 10/2016). Das zweite Berufsschuljahr hat die Kundin bereits erfolgreich absolviert. Grundsätzlich mache ihr ihre Tätigkeit Freude, doch derzeit fühle sie sich den Anforderungen (Lieferannahme und Regalbefüllung) psychisch nicht gewachsen.

Die Kundin wird bei fit2work arbeitspsychologisch abgeklärt. Es wird festgestellt, dass die Kundin psychisch sehr belastet ist und der Krankenstand noch länger fortgesetzt werden sollte. Sie benötige dringend eine hochfrequente Psychotherapie, welche sie über fit2work (BÖP) sofort beginnen kann. Weiters beantragt sie eine psychosoziale REHA, welche sehr rasch genehmigt wird. Die REHA findet bereits im Sommer 2018 statt. Da die Wohnungssituation zu Hause für die Kundin sehr belastend ist, bekommt sie die Kontaktdaten von Beratungsstellen. Die Kundin kann sich auf der psychosozialen REHA sehr gut erholen und sie profitiert auch von der regelmäßigen fit2work Psychotherapie. Die Schmerzen im Magen-Darm-Trakt verschwinden zur Gänze. Sie fühlt sich zunehmend stabiler und arbeitsfähiger. Mitte August 2018 wird sie von der NGKK abgeschrieben. Sie hat ein Gespräch mit ihrem AMS-Betreuer, welcher sie dabei unterstützt, ihre Lehrstelle fortzusetzen und rasch abzuschließen. So kann sie bereits ab September 2018 ein Praktikum in einem Kaufhaus machen und Ende Oktober zur Lehrabschlussprüfung antreten.

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Mit beruflicher Rehabilitation zur Wunschausbildung

Der K. ist gelernter Schlosser, hatte seit Anfang 2016 Probleme mit der linken Hüfte und immer stärker werdende Schmerzen bei körperlicher Belastung im Beruf. Im November 2016 wurde bei einer Röntgenuntersuchung eine Verknorpelung und Fehlstellung der Hüftpfanne diagnostiziert. Er wurde im Jänner 2017 im KH Speising an der Hüfte operiert. Anfänglich waren die Schmerzen bedeutend weniger, sie nahmen jedoch bei körperlicher Anstrengung in der Arbeit trotz intensiver Physiotherapie wieder zu und wurden immer stärker. Der K. hatte zusätzlich Schmerzen im Halswirbelsäulen-Berich und in beiden Schultern.

Der K. konnte aufgrund der immer wiederkehrenden starken Schmerzen nicht mehr länger in seinem erlernten Beruf als Schlosser arbeiten und musste oft in den Krankenstand gehen.

Aus diesem Grund stellte er mit Unterstützung von fit2work einen Antrag auf berufliche Rehabilitation bei der PVA. Dieser Antrag wurde bewilligt und der K. konnte mit seiner Wunschausbildung beginnen.

Seit September 2017 studiert er an der Universität für Webdesign und Development in Wien und es funktioniert sehr gut. Der K. macht bereits das 3. von 6 Modulen und es läuft bestens. Im September 2019 ist die Diplomprüfung und der K. wird bei weiterem positiven Verlauf noch den Masterabschluss machen. Er hat auch eine relativ günstige Wohnung in Wien, wo er während der Woche bleiben und sich auf das Lernen konzentrieren kann.

Körperlich hat er keine Schmerzen und Verspannungen, da er täglich die heilgymnastischen Übungen macht, die er vom Orthopäden bekommen hat und keinen großen Belastungen mehr ausgesetzt ist.

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Umfassende Stabilisierung

Die Kundin arbeitet seit ihrem Pflichtschulabschluss immer in diversen Betrieben als Hilfskraft. Vor 14 Jahren begannen sich verschiedenste körperliche Beschwerden bei der Kundin zu manifestieren: Hüftschmerzen, die zur fast vollständigen Unbeweglichkeit führten (falsches Knochenwachstum) - eine Operation wurde notwendig und führte zur Besserung. Es folgten Frauenbeschwerden (starke Blutungen - Curettage), ein Nabelbruch (Operation), chronische Magen-Darmbeschwerden, Abnützungen der Knie. Seit einiger Zeit leidet die Kundin auch unter einer massiven Blasenschwäche sowie chronischer Müdigkeit, die ihre Lebensqualität (wie auch ihre Psyche) maßgeblich beeinflusst. Die Kundin ist derzeit arbeitslos, sie möchte eine Arbeit finden, die trotz ihrer körperlichen Behinderung bewältigbar ist.

Durch die Empfehlungen des Arbeitsmediziners und deren Umsetzung unter der Begleitung von fit2work konnte die K. eine beträchtliche Verbesserung ihrer Gesamtsituation erzielen. Die K. ist derzeit im Fitness- und Schlankprogramm der Gebietskrankenkasse, welches sie sehr bei der Wiedererlangung der körperlichen Stabilität unterstützt. Es wurde Antrag auf medizinische Reha gestellt und bewilligt. Die Angebote um ihr psychisches Wohlbefinden konnte sie nur anfangs schwer annehmen, da sie sehr viel Angst vor der Reaktion ihres sozialen Umfeldes hatte. Die K. fühlt sich aber mittlerweile sehr gut in einer Selbsthilfegruppe und der fit2work Gruppentherapie aufgehoben. Insgesamt geht es der K. wesentlich besser, es konnte auch eine Aufnahme in die AMS Maßnahme "Trendwende Mostviertel" erreicht werden.

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(zuletzt aktualisiert: 3. Quartal 2018)

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