Fälle aus der Praxis

Umschulung

Frau M. (32 Jahre) arbeitete über 15 Jahre in der Gastronomie als Kellnerin und wendete sich an fit2work, da Sie diese Form der Tätigkeit aufgrund körperlicher Symptome nicht mehr bewältigen konnte.

Frau M. beschreibt bereits seit Jugendjahren eine Wirbelsäulenproblematik, die sich über die Jahre immer verschlechtert habe, sie habe viele fachärztliche Behandlungen und Therapien ausprobiert, es sei aber zu keiner dauerhaften Verbesserung gekommen. Durch die jahrelange Tätigkeit in der Gastronomie, die sie vorrangig als Kellnerin absolvierte, hätten sich die Probleme immer weiter verschlechtert. Nach 11 Jahren musste die Kundin dann ihr letztes Dienstverhältnis kündigen.

 

Im Erstkontakt wollte sich die Kundin über Möglichkeiten der beruflichen Veränderung informieren, da Sie entschieden hatte, nicht mehr in die Gastronomie zurückzukehren. Es wurde daher in weiterer Folge eine arbeitsmedizinische Abklärung eingeleitet, um die tatsächliche körperliche Belastbarkeit abzuklären.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Kundin starken Optimierungsbedarf in ihrer medizinischen Betreuung hatte. Frau M. leitete unverzüglich die von der Arbeitsmedizin empfohlenen Maßnahmen, im stationären und ambulanten Setting zur weiteren Diagnostik und Therapie, ein. In beruflicher Hinsicht wurde ebenfalls eine Veränderung empfohlen. Nach einer ca. 3-monatigen Behandlungszeit, beschrieb sich die Kundin als schmerzfrei.

 

In der Zeit der medizinischen Rehabilitation, fanden auch Überlegungen bzgl. der beruflichen Perspektiven statt. Frau M. bekam über Bekannte die Informationen über eine freie Stelle im Bereich „Büro/Buchhaltung“. Da die Kundin Interesse für diesen Bereich zeigte und schlussendlich auch eine Zusage von Seiten der Firma für eine Aufnahme vorhanden war, wurde mit dem AMS die Finanzierung einer Ausbildung als Bürokauffrau über die ZAM Stiftung vereinbart. Vorbereitend wurde der Kundin auch bereits eine Qualifizierung im Bereich Buchhaltung finanziert.
Mit Februar 2017 konnte die Kundin die Ausbildung beginnen.

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Wechsel des Arbeitsplatzes innerhalb der Firma

Herr E. (58 Jahre) ist gelernter Maurer und seit 25 Jahren im Bereich des Tunnelbaus beschäftigt.

Die Kontaktaufnahme zu fit2work erfolgte durch den Arbeitgeber des Kunden – aufgrund des Alters und mehrerer Beschwerdebereiche im Stütz- und Bewegungsapparat wollte die Firma dem Kunden einen Arbeitsplatzwechsel ermöglichen.

Zum Zeitpunkt des Erstgesprächs mit dem Kunden war dieser als Sprengmeister und als Arbeiter im Tunnel beschäftigt. Geplant sei ein Wechsel in den Zuständigkeitsbereich des Platzwartes mit fast ausschließlich organisatorischen Tätigkeiten.

Das Anliegen an fit2work war eine Abklärung von Förderungsmöglichkeiten um dem Kunden weiterhin eine gleichbleibende Bezahlung zu ermöglichen.

 

Es wurde als 1. Schritt eine Arbeitsmedizinische Abklärung in die Wege geleitet – die ebenfalls einen Arbeitsplatzwechsel empfohlen hatte. In weiterer Folge wurde beim Sozialministerium Service (SOMS) ein Antrag auf Grad der Behinderung und Begünstigten Status gestellt. Herr E. erhielt hier ein Einstufung von 50% und war somit im Rahmen des BeinStG. förderbar. fit2work stand während der gesamten Beratungszeit immer in Kontakt mit der Firma des Kunden, und informierte auch über den Ausgang der Einstufung. Der Betrieb von Herr E. konnte beim SOMS nun die entsprechenden Förderungen beantragen und dem Kunden somit den Erhalt des Arbeitsplatzes bis zum Pensionsantritt ermöglichen.

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Wunsch nach Veränderung des Berufsbereiches

Herr B. (37 Jahre) arbeitet seit 15 Jahren als Pflegehelfer und wendet sich aufgrund von psychischer Belastung an fit2work.

Im Erstgespräch wird die berufliche Situation des Kunden und der daraus entstandenen psychischen Beeinträchtigungen erörtert. Es besteht ein Dienstverhältnis in dem es zu Schikanen, Mobbing, Überforderung und auch immer wieder zu Übergriffen der zu betreuenden Personen gegenüber dem Personal kommt. Dies habe beim Kunden seit längerem zu Panikattacken, Schafproblemen und Erschöpfung geführt.

 

Herr B. befand sich zum Zeitpunkt der Erstberatung bereits in fachärztlicher Behandlung (Diagnose: Burnout-Syndrom und depressive Reaktion). Zudem bestanden auch physische Einschränkungen aus einer früheren Tätigkeit (Lagerarbeiter), die jedoch zu Beginn der Beratung keine aktuelle Belastung darstellten.

 

Der Kunde befand sich seit drei Monaten im Krankenstand. Herr B. wollte nicht mehr in die Firma zurückkehren, er strebte eine berufliche Veränderung an. Es wurde eine arbeitspsychologische und, aufgrund des aktuellen physischen Status, eine arbeitsmedizinische Abklärung eingeleitet. Diese kamen zum Ergebnis, dass von einer langfristigen Tätigkeit im reinen Pflegebereich abgeraten wird. Es wurde zu einer weiteren fachärztlichen Behandlung, regelmäßigem Rückentraining und bei Bedarf zu psychotherapeutischer Begleitung geraten. Beruflich wird zu einer Höherqualifizierung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger geraten.

 

In der Intensivberatung wurden mit dem Kunden Ausbildungsmöglichkeiten besprochen und Herr B. wurde bei der Durchführung der Abklärung der Fördermöglichkeiten beim AMS durch seine Casemanagerin unterstützt.

 

Herr B. erhielt ein Fachkräftestipendium und hat nun die zweijährigen Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger begonnen. Er hat sich psychisch stabilisiert und ist durch das gezielte Rückentraining auch schmerzfrei.

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(zuletzt aktualisiert: 1. Quartal 2017)

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