Fälle aus der Praxis

Als Kochtrainer wieder zurück

Herr N. ist 41 Jahre alt und ausgebildeter Koch/Kellner. Er arbeitete insgesamt 27 Jahre als Koch in den verschiedensten Betrieben, bis er 2011 einen Herzinfarkt erlitt, wonach 2 Stents gesetzt wurden. 2018 kam ein Burnout dazu, die Folge war eine Kündigung durch seinen Arbeitgeber.

 

Herr N. war sechs Wochen in psychosozialer Reha und konnte sich dabei gut stabilisieren. Die Beratungen bei fit2work Niederösterreich halfen ihm dabei, über eine neue berufliche Orientierung nachzudenken. Da Herr N. immer auch Lehrlinge ausbildete und in seiner Freizeit viel mit Jugendlichen unternimmt, wäre eine Tätigkeit als Fachlehrer in einer Berufsschule sehr interessant für ihn. Aber auch Arbeiten im Logistikbereich oder als Schulwart waren im Gespräch.

Die arbeitsmedizinischen und –psychologischen Stellungnahmen von fit2work ergaben, dass eine berufliche Neuorientierung wichtig wäre. Der Tätigkeit als Koch ist wegen der großen Stressbelastung abzuraten. So wurden bei den Beratungen bei fit2work die nächsten Schritte besprochen, der Kontakt zur Produktionsschule Waldviertel hergestellt und die Information über eine freie Stelle als Kochtrainer an Herr N. weitervermittelt. Da zur Trainertätigkeit eine Ausbildung fehlte, wurde in Absprache mit Herrn N. der Kontakt mit dem AMS-Berater hergestellt. Das AMS erteilte die Zusage für Kostenübernahme der Trainerausbildung, wenn Herr N. die Stelle bekommt.

Das Vorstellungsgespräch verlief sehr positiv und Herr N. bekam die Chance für ein Praktikum, damit für beide Seiten ein Kennenlernen möglich ist. Die fit2work Beraterin holte die Zusage des AMS-Beraters für das Praktikum von Herr N. ein.

 

Herr N. bekam nach der Praktikumswoche eine Stellenzusage, und wird bis zum Arbeitsbeginn im September die Trainerausbildung absolvieren.

Leider erlitt Herr N. kurz nach der Zusage einen Darmverschluss und bekam einen künstlichen Darmausgang. Herr N. war sehr niedergeschlagen und glaubte nicht mehr daran die Stelle als Trainer zu bekommen. Die fit2work-Beraterin nahm sofort Kontakt mit der Leitung der Produktionsschule auf und klärte den Sachverhalt, auch dass der Kunde im November ein weiteres Mal für eine Rückoperation ins Krankenhaus muss. Der zukünftige Arbeitgeber zeigte sich überaus kooperativ und möchte Herrn N. in jedem Fall einstellen.

 

Herr N. hatte die Operation gut überstanden, trat seine Stelle als Kochtrainer in der Produktionsschule pünktlich an und ist heute wieder im Arbeitsprozess.

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Wiedereinstieg für Projektleiterin

Frau E. studierte Betriebswirtschaft mit dem Zusatzfach Hotelmanagement war seit 2013 als Projektleiterin in einer Netzwerkagentur tätig. Die Arbeit gefiel ihr prinzipiell sehr gut, jedoch kam sie in eine Erschöpfungsdepression, nachdem eine Mitarbeiterin plötzlich die Firma verließ. Die Stelle konnte nicht nachbesetzt werden, dadurch war Frau E. monatelang einer Doppelbelastung ausgesetzt.

Frau E. bekam gehäuft Panikattacken und fühlte sich zudem sehr erschöpft. Nach einem Zusammenbruch in der Firma musste sie in Krankenstand gehen und kam so zu fit2work. Sie wollte so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen, da sie ihrer Firma gegenüber bereits ein schlechtes Gewissen hatte. Frau E. arbeitete trotz Krankenstand, von zu Hause aus, weiter. Die Stelle der Mitarbeiterin, welche die Firma verlassen hatte, wurde leider nicht mehr nachbesetzt.

 

Da sich Frau E. immer noch sehr erschöpft fühlte und die Panikattacken immer wieder kamen, wurde ihr von unserer Case Managerin zur Verlängerung des Krankenstands, zu einer arbeitspsychologischen Abklärung und einer weiteren Betreuung bei fit2work geraten.

 

Die arbeitspsychologische Abklärung ergab, dass die psychische Allgemeinbelastung von Frau E. im überdurchschnittlich hohen Bereich lag und, dass sie dringend eine psychiatrische und psychotherapeutische Betreuung benötigte. Auch der Krankenstand sollte unbedingt länger aufrecht gehalten werden. Außerdem wurde Frau E. zu einer psychosozialen REHA und einer Betreuung durch die „Ibi Arbeitsassistenz“ geraten.

Frau E. begab sich in psychiatrische Behandlung und begann mit der psychologischen Behandlung, die vom fit2work Projekt finanziert wird. Auch der Krankenstand wurde fortgesetzt. Die Wartezeit für die psychosoziale REHA war Frau E. jedoch zu lang. Sie hatte das Gefühl, dass sie sich zu Hause am besten erholen könne.

 

Mit Unterstützung der „Ibi Arbeitsassistenz“ im Hintergrund, führte Frau E. ein Gespräch mit ihrem Vorgesetzten. Sie forderte eine neue Mitarbeiterin und besprach mit ihrem Chef die Möglichkeit eines langsamen Wiedereinstiegs. Ihr Vorgesetzter ging auf alle diese Forderungen ein.

 

Da es Frau E. in der Zwischenzeit wieder viel besser ging, wurde nun mit fit2work der langsame Wiedereinstieg ab Oktober 2019 geplant und von der Niederösterreichischen GKK bewilligt. Frau E. begann ab Oktober 2019 wieder zu arbeiten.

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Mit Hilfe der Arbeitsassistenz geschafft

Frau F. ist 41 Jahre alt und arbeitet seit 19 Jahren in einer großen Firma als Hilfskraft in der Produktion. Sie leidet seit einigen Jahren an diversen körperlichen Erkrankungen, wie Multiple Sklerose und einem fast vollständigen Sehverlust am rechten Auge. Durch ihre Erkrankungen ist sie am Arbeitsplatz langsamer geworden, zudem leidet sie immer häufiger unter Kopfschmerzen.

 

Frau F. geht grundsätzlich gerne zur Arbeit, doch seit einiger Zeit fühlt sie sich zunehmend unter Druck gesetzt und von KollegInnen und Vorgesetzten gemobbt. Ebenso leidet  sie, nach einer schmerzhaften Scheidung, an Depressionen.

 

Frau F. wünschte sich von fit2work Unterstützung beim Erhalt ihres Arbeitsplatzes, deshalb wurde sie an die regionale Frauenberatungsstelle verwiesen, um dort die notwendige Unterstützung und den Rückhalt für ihre familiäre Situation zu erhalten.

Es wurde auch ein HNO-Facharzt zur Abklärung ihrer Kopfschmerzen konsultiert, der als Grund die Fehlstellung ihrer Nasenscheidewand feststellte – eine notwendige Operation wurde terminiert.

 

Als äußerst hilfreich empfand die Kundin in dieser Zeit vor allem die Begleitung durch die Arbeitsassistenz, die ihr half mit den Rahmenbedingungen der Arbeit besser umzugehen. Die Arbeitsassistenz wird sie auch beim Wiedereinstieg nach ihrer Operation und dem Reha Aufenthalt weiter begleiten, was uns und Frau F. sehr freut.

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Nach Burnout wieder zurück

Herr D. ist 62 Jahre alt und war in beruflicher Hinsicht immer sehr engagiert als Verkaufsleiter tätig. Seine Tätigkeit erforderte selbständiges Arbeiten und Reisetätigkeit innerhalb Österreichs, so kam er an den meisten Arbeitstagen auf über zehn Stunden Arbeitszeit. Herr D. arbeitete dennoch sehr gerne als Verkaufsleiter, durch seine langjährige Tätigkeit konnte er sich einen großen Kundenstamm aufbauen und verdiente dadurch sehr gut.

Nach einer Umstrukturierung in seiner Firma im September 2017 zeigten sich bei Herrn D. erste Symptome eines Burnouts. Die Arbeit wurde für Herrn D.  zunehmend zur Belastung, da er nicht mehr alle für ihn notwendigen Informationen erhielt. Ebenso hatte er das Gefühl, dass man ihn mobben würde, um ihn so zu einer Kündigung zu bewegen. Herr D. fühlte sich in dieser Situation überfordert und hilflos.

Es folgten Schlafstörungen, Angstträume und Gedankenkreisen. Herr D. fürchtete, so kurz vor der Pensionierung seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Schließlich riet ihm sein Hausarzt, sich zwecks Unterstützung an fit2work zu wenden.

Mit Unterstützung von fit2work vereinbarte Herr D. zur Abklärung seiner Situation einen Termin beim Facharzt für Psychiatrie und Neurologie. Ebenfalls wurde eine psychosoziale Rehabilitation beantragt, genehmigt und von Herrn D. absolviert. Zeitgleich wurde über den Berufsverband österreichischer Psycholog*Innen eine Einzelpsychotherapie begonnen, welche ihm bei der psychischen Stabilisierung sehr geholfen hat.

Herr D. konnte durch die regelmäßige Teilnahme an den Einzelpsychotherapiestunden und auch durch die Absolvierung einer 6-wöchigen Rehabilitation Strategien für sich entwickeln, um mit dem Druck in der Arbeit und dem Mobbing gut umgehen zu können, so konnte er seinen Arbeitsplatz erhalten.

Ebenfalls hat Herr D. begonnen wandern zu gehen und mit seiner Frau regelmäßig Ausflüge zu machen. Diese Aktivitäten unterstützen bzw. erhielten die psychische Stabilität.

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(zuletzt aktualisiert: 4. Quartal 2019)

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