Fälle aus der Praxis

Intensivberatung Frau I. 42 Jahre

 Fr. I. bekam die Info bezüglich fit2work von ihrem Bruder. Sie fühlt sich psychisch überlastet und möchte von fit2work Unterstützung bei der gesundheitlichen Stabilisierung, da sie befürchtet wieder, wie schon einige Jahre zuvor  in ein Burnout zu fallen. Fr. I. ist gelernte Bürokauffrau. Sie arbeitete 20 Jahre als Assistentin der Geschäftsleitung. Nach einer Bildungskarenzzeit ist sie arbeitsuchend.

 

Somit stellten sich folgende Problemlagen:

 

  • Psychische Überlastung: Fr. I. zeigt sich in der  Arbeit sehr engagiert. Dadurch fürchtet sie, bei einer neuerlichen Tätigkeit, die ihren Eignungen und Neigungen entgegen kommt, wieder in ein Burnout zu fallen.

  • Unklare Berufsperspektive: Nach einer Bildungskarenz, bei dem sie eine Ausbildung als Kräuterpädagogin machte trat Fr. I. eine Tätigkeit in der Auftragserfassung an. Das DV wurde nach dem Probemonat aufgelöst.

Die arbeitspsychologische Einschätzung brachte folgende Ergebnisse:

Eine Tätigkeit im Ausmaß von max. 25 Stunden pro Woche wäre optimal. Wichtig sei die Einhaltung von regelmäßigen Pausen. Vermieden werden sollten Arbeiten unter hohem Stress und Zeitdruck, Schichtarbeiten, Arbeiten am Wochenende, sowie unregelmäßige Dienstzeiten. Zur Verbesserung der aktuellen psychischen Situation wurden folgende Empfehlungen ausgesprochen.

 

  • psychotherapeutische bzw. klinisch-psychologische Behandlung

  • fachärztliche Abklärung bei Bedarf  

  • psychosoziale Rehabilitation

  • Erlernen von Entspannungsmethoden

 

Bearbeitung der Themen im Casemanagement, Umsetzung und Zielerreichung:

 

Die psychische Stabilität konnte durch Einleitung einer psychotherapeutischen Begleitung wieder hergestellt werden. Fr. I. konnte mehr Selbstfürsorge  und eigene persönliche gesundheitspräventive Strategien entwickeln. Sie hat wieder Pläne für den Urlaub, Kontakt zur „Kräutergruppe“  und bewegt  sich viel mit ihren Hunden.  Nach einem Kompetenzworkshop bei  einer Einrichtung zur Bildungsberatung klärte sich auch die berufliche Perspektive von Fr. I., sie konnte eine Arbeitsaufnahme im Bereich einer Bürotätigkeit im Ausmaß von 25 Wochenstunden erreichen .

Als Erfolgsfaktoren können zum Einen das große Engagement der Klientin sowohl in gesundheitlicher als auch in beruflicher Hinsicht und zum Anderen die hohe Selbstreflexionsbereitschaft , wodurch die Angst vor neuerlichen Burnout bearbeitet und eine nachhaltige Zukunftsperspektive entwickelt werden konnten.

Bei der telefonischen Nachfrage 3 Monate nach Beratungsabschluss spricht Frau I. von einer guten allgemeinen psychischen Befindlichkeit mit Tendenz nach oben. Es finden noch laufend Therapiegespräche beim Psychotherapeuten statt. Beruflich ist Frau I. sehr zufrieden, sie kann sehr selbständig arbeiten, und bekommt sehr positives Feedback von ihrem Vorgesetzten.

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Beratung und Umsetzung im Bereich Wiedereingliederungsteilzeit (WIETZ) Frau R. 30 Jahre

Die Kundin ist Sekretärin im aufrechten Dienstverhältnis seit 2011 mit 38 Wochenstunden. Seit Anfang Jänner 17 ist sie aufgrund einer Tumorerkrankung und zwei Operationen im Krankenstand. Im Beratungszeitraum Anfang Juli 2017 ist sie physisch noch nicht vollständig belastbar. Die Kundin möchte mit Ende Juli 2017 wieder ins DV zurückkehren.

In der Beratung zur Wiedereingliederungsteilzeit wird mit der Kundin und deren Arbeitgeber ein WIETZ-Plan für 6 Monate (3 Monate 20 Std.; 2 Monate 24 Std. und 1 Monat 30 Stunden) gemeinsam erstellt und von der Arbeitsmedizinerin von fit2work im Rahmen einer Untersuchung und eines Gesprächs mit Frau R. als medizinisch zweckmäßig bestätigt. Die zuständige Gebietskrankenkasse bewilligt die Wiedereingliederungsteilzeit laut dem vorliegenden Plan. Die Kundin kann setzt nun seit Anfang Juli 2017 ihre Wiedereingliederungsteilzeit plangemäß und erfolgreich um. Zudem ist Frau R. durch ambulante medizinische Rehabilitation gut versorgt.

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Intensivberatung Frau I. (55 Jahre)

Fr. I. erfuhr durch die SGKK von dem Beratungsangebot fit2work. Die Klientin arbeitet seit 1999 als VZ Reinigungskraft im öffentlichen Dienst. Anfang Juni des Vorjahres hob sie einen schweren Wasserkübel in ihrer Tätigkeit, seither hat sie starke Schmerzen im Bandscheibenbereich. 

Durch die derzeitige gesundheitliche Problematik und leichte Konflikte mit dem Chef (Einsatz als Springerin) fühlt sich die KL auch psychisch überlastet. Obwohl sie in ärztlicher Behandlung ist, möchte sie Unterstützung bei der weiteren gesundheitlichen Abklärung, da für sie unklar ist, ob sie weiterhin im Reinigungsbereich tätig sein kann. 
Fr. I. wurde in Serbien geboren und lebt seit 1989 in Österreich. Seither ist sie als Reinigungskraft tätig. Seit 1999 arbeitet sie im öffentlichen Dienst. 
Als Problemlagen ergaben sich massive Rückenschmerzen, derzeit starke psychische Beanspruchung und unklare weitere berufliche Perspektiven sowie die Angst vor Arbeitsplatzverlust.
Die arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Einschätzung brachte folgende Ergebnisse: 
Aus arbeitsmedizinischer Sicht ist die Klientin körperlich eingeschränkt arbeitsfähig. Schwere körperliche Arbeit ist zu vermeiden, im Vordergrund steht eine wechselnde Körperhaltung, die Belastung im Stehen sollte nur selten erfolgen. Zwangshaltungen wie Hocken und Knien sind nur fallweise möglich. Eine vorübergehende Stundenreduktion auf ca. 30 Stunden pro Woche sollte überlegt werden; wesentlich ist dabei die Einhaltung von regelmäßigen Pausen. Zu vermeidende Anforderungen sind Arbeiten unter Stress, Zeitdruck; derzeit der Einsatz als Springerin (insbesondere Reinigungsarbeiten im Krematorium), das Arbeiten in der Früh-/Spätschicht, Nachtschicht sowie unregelmäßige Dienstzeiten. Empfohlen werden die Inanspruchnahme einer Kur/Rehabilitation, regelmäßig amb. Physiotherapie und physikalische Maßnahmen, die Inanspruchnahme von Bewegungsprogrammen und eine Gewichtsreduktion sowie die Inanspruchnahme klin. psych. Unterstützung. Bearbeitung der Themen in der Intensivberatung, Umsetzung und Zielerreichung: Ein wichtiger Aspekt in der weiterführenden Beratung war die weitere medizinische Abklärung im fachärztlichen Bereich (Psychiatrie, Orthopädie), sowie die Umsetzung der Empfehlungen für eine orthopädische Rehabilitation, Physiotherapie und eine psychologische Unterstützung.

 

Gesundheitliche Stabilisierung:

 

  • Termin bei FA f. Psychiatrie ergab, dass derzeit keine Medikation notwendig ist

  • Die Stabilisierung der körperlichen Situation erfolgte mittels laufender Physiotherapie und Aufbau von passenden Bewegungseinheiten, die Stromtherapie hat sehr gut im Bereich der Schmerzverringerung gewirkt, die KL führt Bewegungsübungen auch zu Hause durch.

  • Orthop. Reha- Aufenthalt wurde seitens der PVA bewilligt, der Antrittstermin konnte durch die sehr flexible Haltung der Klientin (Kandidatin auf der „Warteliste“ = Personen mit früherem Rehatermin sagen ab – KandidatInnen der Warteliste können kurzfristig einspringen) bald erfolgen, was auch hinsichtlich der Erhaltung des Arbeitsplatzes wichtig war.

  • Die psychische Befindlichkeit von Fr. I. hat sich durch das Nachlassen der Schmerzen stabilisiert. Die Klientin führt regelmäßig Entspannungsübungen durch. Durch den Kauf eines elektrischen Fahrrades findet zusätzlich regelmäßige Bewegung statt.

  • Eine Gewichtsreduktion ist deutlich. Die Klientin achtet durch die Informationen auf der Reha und der SGKK (Ernährungsberatung) auf gesündere Ernährung.

 

Berufliche Situation:

 

  • Arbeitsplatzerhalt und Schritte zur weiteren berufl. Perspektivenplanung: Der Wiedereinstieg fand nach Absolvierung der orthop. Rehabilitation statt, zuvor erfolgten Gespräche mit ArbeitnehmervertreterInnen und dem Arbeitgeber. Es konnte vereinbart werden, dass die Klientin in Zukunft Büroräume reinigt, wodurch die körperliche Belastung deutlich reduziert werden konnte.

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(zuletzt aktualisiert: 3. Quartal 2017)

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