Aktuelle Meldungen

WKÖ-Gleitsmann: Bundesregierung erleichtert Zugang zur Wiedereingliederungsteilzeit

Notizkarten Wiedereingliederungsteilzeit

12.06.2018

 

Forderungen zahlreicher Experten sowie der WKÖ nach flexiblerem Antritt der Wiedereingliederungsteilzeit wurden berücksichtigt


Wien (OTS) - „Die Bundesregierung hat mit dem Beschluss im heutigen Ministerrat den Weg für eine sinnvolle, flexible Ausgestaltung des Modells der Wiedereingliederungsteilzeit (WIETZ) geebnet“, freut sich Martin Gleitsmann, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Das auf Initiative der WKÖ mit 1. Juli 2017 in Kraft getretene Wiedereinstiegsmodell zeigt, dass sich die Erwartungen mit bis dato rund 1.500 Fällen bestätigt haben und das Modell gut angenommen wird.

Dabei können Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbaren, dass der Arbeitnehmer nach einem Krankenstand von mindestens sechs Wochen stufenweise wieder in den Beruf einsteigt. Das Modell ist für beide Seiten freiwillig, die wöchentliche Normalarbeitszeit darf für die Dauer von maximal sechs Monaten um höchstens 50 Prozent und mindestens 25 Prozent reduziert werden. Der Dienstnehmer erhält für den Wiedereingliederungszeitraum neben dem aliquoten Entgelt und den aliquoten Lohnnebenkosten vom Dienstgeber ein Wiedereingliederungsentgelt.

Wiedereinstieg nach längerer Krankheit wird leichter

 „Wir freuen uns, dass nach knapp einem Jahr, das Modell noch attraktiver bzw. leichter zugänglich gemacht wird. Wir haben – gemeinsam mit Experten – von Anfang an gefordert, dass Betroffene nach Ende ihres längeren Krankenstandes, eine gewisse Zeit haben sollten, um sich für die Inanspruchnahme zu entscheiden. Bisher mussten sie die Wiedereingliederungsteilzeit unmittelbar im Anschluss des Krankenstandes beginnen, künftig haben sie dafür bis zu einen Monat Zeit. Damit wird die Attraktivität des Modells weiter gesteigert und die Zahlen sollten sich weiterhin positiv entwickeln“, so Gleitsmann. (PWK384/DFS)

Rückfragen & Kontakt:

Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit 
Dr. Martin Gleitsmann 
Telefon: +43 5 90 900 4286 
Martin.Gleitsmann@wko.at 
Internet: http://wko.at/sp 

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AK-Studie zeigt: Kinderbetreuung, Arbeitsstress und Mangel an Vollzeitjobs sind Hauptgründe für (un-)freiwillige Teilzeit

arbeitende Hände

 

26.02.2018

 

Teilzeitbeschäftigung nimmt stark zu. Am häufigsten entscheiden sich Arbeitnehmer/-innen dafür, weil Kinder zu betreuen sind. Zweithäufigstes Motiv ist – wenn auch mit deutlichem Abstand –, Zeit für persönliche Interessen zu haben, gepaart mit dem Anliegen, dem Stress in der Arbeit zu entfliehen und gesund zu bleiben.

Und 29 Prozent sind nur deshalb in Teilzeit, weil keine Vollzeitstelle zu finden war. So die Ergebnisse einer AK-Studie. „Schaut so aus, als wäre der Trend zur Teilzeit in Wahrheit vielfach eine Flucht in die Teilzeit – aufgrund fehlender oder unpassender Kinderbetreuungsangebote sowie aufgrund überbordender Arbeitsverdichtung in den Betrieben. Da muss man ansetzen“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

 

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den unselbständig Erwerbstätigen hat sich in Österreich von 1996 bis 2016 mehr als verdoppelt. Er stieg von 13,5 Prozent auf 28,9 Prozent, bei Männern hat er sich sogar fast vervierfacht. Allerdings sind nach wie vor 80 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten weiblich. In absoluten Zahlen waren 2016 von rund 3,7 Millionen Erwerbstätigen etwa 1,1 Millionen Teilzeit beschäftigt – 200.000 Männer und 860.000 Frauen. Um mehr über die Motive zu erfahren, hat die Arbeiterkammer Oberösterreich das Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) mit einer Studie beauftragt.

 

Erwartungsgemäß ist Kinderbetreuung der häufigste Beweggrund. Für mehr als die Hälfte der Befragten – zum Großteil Frauen – ist das ein (sehr) wichtiges Motiv. Auffallend ist, dass in Oberösterreich 65 Prozent dieses Motiv als sehr und eher wichtig nennen, in Wien aber nur 41 Prozent.

 

Zweithäufigstes – für Frauen und Männer gleichermaßen wichtiges – Motiv, sich für Teilzeit zu entscheiden, ist, mehr Zeit für persönliche Interessen zu haben. Immerhin ein Drittel der Befragten erachten dieses als (sehr) wichtig. Anders als bei der Kinderbetreuung werden in dieser Gruppe aber sehr häufig zusätzliche Gründe genannt: meist Stress in der Arbeit sowie Gesundheit, aber auch berufsbezogene Weiterbildung.

 

Etwas weniger als ein Drittel der Teilzeitbeschäftigten würde lieber Vollzeit arbeiten, findet aber keine entsprechende Stelle. Das sind häufig Alleinstehende, die für ihr Einkommen gänzlich auf sich selbst gestellt sind. Generell hängt eine positive Wahrnehmung von Teilzeit weitgehend mit (Vollzeit) berufstätigen Partner/-innen zusammen.

 

30 Stunden ist vielfach Wunscharbeitszeit

 

Österreichs Teilzeitbeschäftigte würden vielfach gerne mehr Stunden arbeiten: 30 Wochenstunden stellen für viele das ideale Arbeitszeitausmaß dar. Nur sehr junge Befragte (Schüler/-innen, Studierende) und Beschäftigte kurz vor der Pension bevorzugen 20 Wochenstunden und weniger. Nach unten geht die Zufriedenheit auch, wenn die Arbeitszeit regelmäßig stärker schwankt. Bei 20 Prozent der Teilzeitbeschäftigten ist das der Fall (saisonbedingte Schwankungen explizit ausgenommen).

 

Einmal Teilzeit, immer Teilzeit?

 

Befragte, die sich wegen der Kinderbetreuung für Teilzeit entschieden haben, betrachten ihren Teilzeitstatus tendenziell als zeitlich befristet. Umgekehrt verhält es sich bei jenen, für die Zeit für persönliche Interessen, Arbeitsstress und Gesundheit die ausschlaggebenden Motive waren: Sie sehen Teilzeit mehrheitlich als Lösung für das gesamte verbleibende Berufsleben. Und jene, die Teilzeit aus Alternativlosigkeit zustimmen mussten, sehen in der Teilzeit meist eine Notlösung.

 

„Die Studie zeigt, dass Teilzeit als berufliches Kürzertreten in bestimmten Lebensphasen und als Schutz für die Gesundheit gesehen wird. Viele wollen wieder voll zurück in den Job. Das muss ihnen besser als bisher ermöglicht werden: mit einem qualitätsvollen Ausbau institutioneller Kinderbetreuung, mit Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen, und mit einem Recht auf Wechsel zwischen Teil- und Vollzeit“, fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

 

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Margit Schrenk
+43 (0)50/6906-2198
margit.schrenk@akooe.at
ooe.arbeiterkammer.at

 

OTS, 19.02.2018

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Stöger startet neue Initiativen für Inklusion

Lagermitarbeiter

 

12.12.2017

 

Arbeitsmarktpolitischer Schwerpunkt für Menschen mit Behinderung – Neue Unternehmensförderung für mehr Barrierefreiheit

 

Im November konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen erstmals seit langem gestoppt werden.

Diese positive Entwicklung will Sozialminister Alois Stöger mit neuen Initiativen weiter verstärken: „Der aktuelle Aufschwung am Arbeitsmarkt muss bei allen Bevölkerungsgruppen ankommen. Menschen mit Behinderungen haben es aber noch immer besonders schwer, in eine Beschäftigung zu kommen. Daher setzen wir einen neuen arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt und schaffen damit auch für diese Gruppe neue Perspektiven.“ Konkret sollen durch die Einstufung als Zielgruppe im Prioritätenkatalog zusätzliche 1.500 Personen mit Behinderungen von der Arbeitsmarktförderung des AMS profitieren. Die Aufnahme von Menschen mit Behinderung in die Zielgruppen des Arbeitsmarktservice ist eine langjährige Forderung von Behindertenorganisationen.

 

Im laufenden Jahr wurden bislang knapp 16.000 Menschen mit Behinderungen durch das AMS gefördert. Durch die Vorgabe des Sozialministers werden weitere neun Millionen Euro an Fördermitteln für diese Zielgruppe aus dem Budget des AMS zur Verfügung gestellt, womit die Zahl der geförderten Personen um rund 10% erhöht werden kann. Vor allem Personen, die noch kein halbes Jahr vorgemerkt sind, können damit rascher in entsprechende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gebracht werden. „Wir arbeiten konsequent daran, die Inklusion in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen zu fördern. Die nachhaltige Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt ist dabei eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Teilhabe in allen Gesellschaftsbereichen“, erläutert der Sozialminister den neuen arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt.

 

Zwtl.: Neue Unternehmensförderung für mehr Barrierefreiheit

 

Neben den neuen Fördermöglichkeiten durch das AMS setzt das Sozialministerium auch zusätzliche Initiativen, um den weiteren Abbau von Barrieren voranzutreiben. Im Rahmen der Aktion „Barriere:freie Unternehmen“ werden Unternehmen bei Umbauten zur Herstellung von mehr Barrierefreiheit unterstützt. Insgesamt stellt das Sozialministerium im Jahr 2018 für diese Maßnahme 500.000 Euro zur Verfügung. Der Kostenzuschuss beträgt – abhängig von der Höhe der Unternehmensinvestitionen - bis zu 2.500 Euro. „Mit der Aktion Barriere:freie Unternehmen schaffen wir neue Anreize für Unternehmen, um ihre Produkte und Dienstleistungen barrierefrei anzubieten und tragen gleichzeitig zur besseren Inklusion von Menschen mit Behinderung bei“, so Stöger weiter.

 

Unternehmen können für ihre Vorhaben, bei Vorliegen saldierter Rechnungen mit einem Zahlungsdatum ab 1. Jänner 2018 unter Vorlage vollständiger Unterlagen für barrierefreie Investitionen, um einen Zuschuss beim Sozialministeriumservice ansuchen.


Rückfragen & Kontakt:

 

Sozialministerium
Christoph Ertl
Pressesprecher von Sozialminister Alois Stöger
+ 43 (0) 1 711 00 862294
christoph.ertl@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium

 

OTS, 12.12.2017

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Stöger präsentiert Erfolge der EU-Kampagne 2016/17 „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter”

Frau mit Bügeleisen

 

08.11.2017

 

Betriebe zu informieren, wie Arbeitsplätze vom Berufseinstieg bis zur Pension alter(n)sgerecht gestaltet werden können, war das Ziel der zweijährigen EU-Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, EU-OSHA.

Im Rahmen der heutigen Abschlussveranstaltung mit über 200 internationalen TeilnehmerInnen im Parkhotel Schönbrunn in Wien zog Sozialminister und Kampagnen-Schirmherr Alois Stöger bei einer Pressekonferenz Bilanz über die umfangreichen Kampagnenaktivitäten. Dr. Helmut Köberl, Generaldirektor der AUVA, Eva Schrott, leitende Angestellte der Bäckerei Josef Schrott in Wien und Mario Wintschnig, MSc, Betr. Oec., von der Zumtobel Group AG, Vorarlberg, zeigten, wie die Umsetzung gesunder Arbeitsbedingungen in der Praxis gelingt.


Stöger: langfristiger Verbleib Älterer im Betrieb erfordert gesunde Arbeitsbedingungen

 

„Wir haben das klare Ziel, dass alle Menschen so lange wie möglich ihren Beruf ausüben können. Das ist ein wesentlicher Faktor für soziale Sicherheit, gesellschaftliche Teilhabe und der beste Schutz vor Altersarmut. Um eine langfristige Trendwende hin zum Verbleib Älterer im Beruf zu erreichen, müssen betriebliche Organisation und Arbeitsbedingungen angepasst werden – das betrifft körperlich und psychisch belastende Tätigkeiten“, so Stöger.

 

„Im Rahmen der EU-Kampagne sind wir bei der Bewusstmachung des Themas einen großen Schritt weiter gekommen. Jetzt geht es darum, die Umsetzung in wirklich allen Unternehmen, vom Groß- bis hin zum Kleinbetrieb, zu bewältigen. Daher lautet mein Appell an die Betriebe: Nutzen Sie die zahlreichen bestehenden Angebote wie die professionelle Beratung des Arbeitsinspektorates, der AUVAsicher oder von fit2work! Denn nur auf Basis gesunder, arbeitsfähiger Beschäftigter bleibt ein Unternehmen produktiv“, sagte Stöger weiter.


Breite Kampagnenresonanz in ganz Österreich

 

Im Mai 2016 startete die Informationskampagne der EU-OSHA in Österreich. An der durch das Sozialministerium koordinierten Kampagne beteiligten sich die Sozialpartner, Sozialversicherungsträger wie die AUVA, sowie zahlreiche bekannte Unternehmen wie die Infineon Technologies Austria AG, die OMV, die SIMACEK Facility Management Group GmbH und die Josef Manner und Comp AG. Im Laufe der Kampagne fanden über 50 Informationsveranstaltungen in nahezu allen Bundesländern statt, darunter Veranstaltungen mit den Arbeiterkammern und Wirtschaftskammern sowie zahlreiche AUVA-Veranstaltungen. Ein wesentliches Ziel war es, bestehende Programme und Tools, die Unternehmen bei der Umsetzung alter(n)sgerecher Arbeitsbedingungen unterstützen, bekannter zu machen. So etwa ein Merkblatt für Alternsgerechte Arbeitsgestaltung, das über die Homepage der Arbeitsinspektion zur Verfügung steht, die Website der Sozialpartner und der AUVA http://www.arbeitundalter.at, den Altersstrukturcheck der AUVA oder das Beratungsprogramm für Betriebe und Personen fit2work und das Gütesiegel NESTORGOLD.

 

An die EU-OSHA-Kampagne knüpfte die AUVA mit ihrem Präventionsschwerpunkt 2016/17 zu Alternsgerechter Arbeitsgestaltung mit Informationsveranstaltungen, Seminaren für Führungskräfte und Betriebsberatungen an. „Im Rahmen der Kleinbetriebsbetreuung wurden durch AUVAsicher rund 35.500 Betriebe zum Thema ‚Alter(n)sgerechtes Arbeiten‘ informiert. In rund 14.200 Betrieben wurden bereits Maßnahmen zur alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung umgesetzt“, so Dr. Helmut Köberl, Generaldirektor AUVA.

 

Österreichisches Unternehmen von EU ausgezeichnet

 

Über den Good Practice Award, der im Rahmen der Kampagne von der EU-OSHA vergeben wurde, durfte sich der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel Group AG als einer von neun Preisträgern aus EU-Ländern im April 2017 freuen. Die Zumtobel Group AG hat eine eigene Abteilung Health und Age eingerichtet, um die Herausforderungen einer alternden Belegschaft zu bewältigen. Die getroffenen Maßnahmen reichen von einer ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen und Sportangeboten über Betriebliches Eingliederungs-Management und Generationenmanagement. „Der Preis der EU-OSHA ist eine Bestätigung unserer Arbeit zum Wohl unserer Kolleginnen und Kollegen“, so Mario Wintschnig, Abteilung Health & Age Zumtobel Group. „Seit der festen Einrichtung des Themas ‚Health & Age‘ haben wir zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Unter anderem sind seit 2015 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach längerer, krankheitsbedingter Abwesenheit wieder erfolgreich in ihren Job eingegliedert worden.“

 

Dass ältere MitarbeiterInnen mit ihren Erfahrungen wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen können, betonte Eva Schrott, leitende Angestellte der Bäckerei Josef Schrott in Wien. „Unter unseren 48 MitarbeiterInnen sind derzeit 13, die 50 Jahre oder älter sind. Diese MitarbeiterInnen haben jahrelang, oft auch jahrzehntelang in ihrem Beruf gearbeitet und damit jede Menge Erfahrungen gesammelt, die sie bei uns dann im Sinne der Firma einsetzen können.“ Um die körperlich anstrengende Arbeit in der Bäckerei für Jung und Alt bestmöglich zu gestalten, setzt man auf Maßnahmen wie etwa Rohrleitungen, durch die das Mehl aus Silos in die Backstube kommt, um so das Tragen schwerer Mehlsäcke zu vermeiden.
 

Internationaler Erfahrungsaustausch

 

Die Abschlussveranstaltung mit über 200 TeilnehmerInnen stand im Zeichen des internationalen Erfahrungsaustausches. ExpertInnen aus Finnland, Schweden, den Niederlanden und Deutschland lieferten Einblicke in internationale betriebliche Herangehensweisen bei der Umsetzung der Kampagne. Ein Roundtable mit VertreterInnen der Sozialpartner, der AUVA und des Sozialministeriums zeigte erreichte Meilensteine, aber auch Verbesserungspotentiale auf.

 

Über die Kampagne

 

„Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ ist eine zweijährige Bewusstseinsbildungskampagne, die von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) mit Sitz in Bilbao, Spanien, durchgeführt wird. Leiterin der Agentur ist die Österreicherin Dr.in Christa Sedlatschek. Es handelt sich um die weltweit größte Kampagne für ArbeitnehmerInnenschutz, 36 Länder, darunter alle EU-Staaten sind beteiligt. Die Kampagne wird vom Sozialministerium österreichweit koordiniert und gemeinsam mit den Sozialpartnern, Sozialversicherungsträgern wie der AUVA, namhaften österreichischen Unternehmen und ExpertInnen umgesetzt.

 

Weitere Informationen: http://www.healthy-workplaces.eu/de

 


Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Andreas Berger
Pressesprecher von Sozialminister Alois Stöger
+ 43 (0) 1 711 00 862247
andreas.berger@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium

 

OTS, 08.11.2017

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Stöger: Arbeitsmarkt im Oktober bestätigt Traumstart der Aktion 20.000

arbeitende Hände

 

02.11.2017

 

Erstmals Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Generation 50+, Anstieg bei Langzeitarbeitslosen gestoppt

Wien (OTS/BMASK) - Nach dem Rekordmonat September mit dem stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit sechs Jahren, verbessert sich die Situation am Arbeitsmarkt im Oktober noch deutlicher: So waren Ende des Monats inklusive SchulungsteilnehmerInnen 393.029 Personen beim AMS gemeldet. Das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gegen über dem Vorjahr um 18.922 Personen bzw. 4,6 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ohne Miteinbeziehung der SchulungsteilnehmerInnen beträgt 315.722 und damit um 25.057 Personen oder 7,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

 

„Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung unter Bundeskanzler Christian Kern hat Österreich zurück auf die Überholspur gebracht. Die positiven Konjunkturprognosen und die Monat für Monat besseren Arbeitsmarktzahlen zeigen, dass unsere gesetzten Maßnahmen wirken. Das ist das Ergebnis der harten Arbeit und der Durchsetzungskraft der Sozialdemokratie gegenüber einer Politik des Krankjammerns, Blockierens und interner Machtkämpfe, die schließlich zu Neuwahlen geführt haben“, so Sozialminister Alois Stöger.

 

Anstrengungen fortsetzen, damit der Konjunkturaufschwung bei allen ankommt

 

Die einsetzende Hochkonjunktur zeigt sich nicht nur bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit, sondern auch bei den Beschäftigungszahlen. Mit Ende Oktober 2017 sind in Österreich rund 3.676.000 Personen unselbständig beschäftigt, das sind 65.000 mehr als noch im Oktober des Vorjahres. Auch die anhaltende Entwicklung der offenen Stellen bestätigt diesen Trend: Der Bestand der beim AMS gemeldeten Stellen beträgt aktuell 59.202 und liegt damit um 44,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Sozialminister Alois Stöger hebt in diesem Zusammenhang die Pflicht der politischen Gestaltung hervor: „Die Regierung Kern hat mit dem Beschäftigungsbonus und den Investitionspaketen für Gemeinden sowie für Klein- und Mittelbetriebe die Konjunktur effizient gestützt, die Regionen gestärkt und gezielt Investitionen angekurbelt. Das erwarte ich mir auch von der kommenden Bundesregierung.“

 

In diesem Sinne warnt Stöger eine mögliche schwarzblaue Koalition davor sich lediglich auf die Konjunktur zu verlassen und nur die Interessen der Unternehmen im Auge zu haben. "Wer vom Interessenausgleich abgeht und nur die eigene Klientel im Auge hat, nimmt in Kauf, große Teile der Bevölkerung vom Aufschwung auszuschließen", so Stöger, der darauf verweist, dass beispielsweise die massiv sinkende Jugendarbeitslosigkeit selbstverständlich mit der umgesetzten Qualifizierungsoffensive in Verbindung steht. Das gleiche gilt auch für den Rückgang der Arbeitslosigkeit bei der Generation 50+, den es ohne die Aktion 20.000 nicht gäbe, wie der Sozialminister ausführt.

 

Erfolg der Aktion 20.000 kann nur österreichweite Umsetzung 2018 bedeuten

 

Erstmals seit sechs Jahren verzeichnet Österreich einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Generation 50+. So ging die Arbeitslosigkeit Älterer im Vergleich zum Oktober des Vorjahres um 636 Personen bzw. 0,7 Prozent zurück. Darüber hinaus konnte im Oktober auch der Anstieg der Langzeitarbeitslosen (über ein Jahr vorgemerkt) nahezu gestoppt werden und beträgt nur mehr +37 Personen bzw. +0,1 Prozent. Eine Entwicklung, die Stöger ganz besonders freut: „Mithilfe der Aktion 20.000 konnte der Anstieg an Arbeitslosen in dieser Gruppe nun erstmals reduziert werden. Das ist ein großartiger Erfolg, auf dem wir uns aber nicht ausruhen dürfen. Im Gegenteil, gerade jetzt gilt es konsequent weiterzuarbeiten, damit auch ältere Arbeitslose neue Perspektiven erhalten“, betont der Sozialminister.

 

Unverständlich sind für Stöger die Überlegungen der schwarzen und blauen KoalitionsverhandlerInnen die Aktion 20.000 wieder einstellen zu wollen: „Ein so erfolgreich gestartetes Projekt, das gesamtgesellschaftlich derart wertvoll ist zurückdrehen, wäre widersinnig und vollkommen verantwortungslos. Mit Arbeitslosen spielt man nicht. Dabei geht es nicht um mich oder die Sozialdemokratie, die sich ein Monument gesetzt haben und denen man es jetzt heimzahlen kann. Es geht um Menschen, ihre Würde und ihren verdienten Platz in unserer Gesellschaft“, führt Sozialminister Alois Stöger in Richtung der künftigen Bundesregierung aus.

 

Die Aktion 20.000 ist im Juli in Modellregionen in allen Bundesländern gestartet und wird am 1.1.2018 auf ganz Österreich ausgerollt. Insgesamt sollen im Laufe des Jahres 2018 20.000 zusätzliche, kollektivvertraglich entlohnte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose über 50 Jahren geschaffen werden. Aktuell konnten in den Modellregionen bereits 1.200 Personen erfolgreich vermittelt werden, 900 weitere Stellen wurden dem AMS bereits gemeldet. Die Kosten belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro, die zusätzlich zu den ohnehin notwendigen Mittel aus der Arbeitslosenversicherung benötigt werden.

 
Rückfragen & Kontakt:

Sozialministerium
Christoph Ertl
Pressesprecher von Sozialminister Alois Stöger
+ 43 (0) 1 711 00 862294
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OTS, 02.11.2017

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Behindertenanwalt Hansjörg Hofer: Das Inklusionspaket ist ein wichtiger Teilerfolg für die Behindertengleichstellung in Österreich

Lagermitarbeiter

 

13.10.2017

 

Wien (OTS) - Gestern wurde das Inklusionspaket mit den Stimmen aller im Nationalrat vertretenen Parteien beschlossen. Durch das Paket werden das Bundes-Behindertengleichstellunggesetz, das Behinderteneinstellungsgesetz sowie das Bundesbehindertengesetz geändert.

Nach mehr als 11-jährigem Bestehen des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes wird nunmehr unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit der Einbringung von Klagen auf Beseitigung und Unterlassung von Diskriminierungen geschaffen. Die Schaffung eines solchen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruchs ist eine langjährige Forderung der Behindertenanwaltschaft und von Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung.

 

Menschen mit Behinderung sind etwa zweieinhalb Mal so stark von Arbeitslosigkeit betroffen und deutlich länger arbeitslos als Menschen ohne Behinderung. Zur Bekämpfung der, entgegen dem allgemeinen Trend, stetig steigenden Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung hat der Nationalrat im Rahmen des Inklusionspakets beschlossen, die Mittel aus dem allgemeinen Budget für die Inklusion von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt auf 90 Millionen Euro zu erhöhen. Vorgesehen ist weiters eine jährliche Valorisierung dieses Betrags ab dem Jahr 2019.

 

Weitere Maßnahmen beinhalten eine Neustrukturierung und Stärkung des Monitoringausschusses zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.

 

Für Behindertenanwalt Hofer bedeutet der Beschluss des Inklusionspakets, das auf eine Initiative der SPÖ zurückgeht, einen Meilenstein in der Entwicklung der Behindertengleichstellung in Österreich. Zukünftig wird  die Möglichkeit der Rechtsdurchsetzung bei Diskriminierungen im Sinne des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes, bei denen die Interessen von Menschen mit Behinderung wesentlich und nachhaltig beeinträchtigt werden, deutlich verbessert. Die Vorlage des jährlichen Geschäftsberichts der Behindertenanwaltschaft an den Nationalrat durch den Sozialminister dient dazu, den Anliegen von Menschen mit Behinderungen eine höhere Bedeutung im öffentlichen politischen Diskurs zur verleihen.

 

Besonders positiv findet Hofer, dass das Inklusionspaket im Nationalrat einhellige Zustimmung gefunden hat. Dieses Votum bedeutet aus seiner Sicht einen nationalen Schulterschluss für die Anliegen und Interessen von Menschen mit Behinderung.
 
Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:
Büro des Behindertenanwaltes
Mag. (FH) Stephan Prislinger
Tel.: 01/71100 - 86 2223
stephan.prislinger@sozialministerium.at
www.behindertenanwalt.gv.at

 

OTS, 13.10.2017

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Tagung: Arbeitsassistenz ermöglicht umfassende gesellschaftliche Teilhabe

Frau mit Bügeleisen

 

10.10.2017

 

Rund 14.000 Menschen mit Behinderung profitieren von Arbeitsassistenz –Tagung zum 25-jährigen Jubiläum

 

Wien (OTS) - 1992 wurden in Österreich die ersten Pilotprojekte für berufliche Assistenz für Menschen mit Behinderung gestartet. Heute wird die Arbeitsassistenz flächendeckend angeboten und unterstützt rund 14.000 Personen jährlich.

Die Hilfestellungen reichen dabei von der Einschätzung der beruflichen Möglichkeiten, über die begleitete Arbeitsplatzsuche, bis hin zur Unterstützung in der Anfangsphase eines Arbeitsverhältnisses. Darüber hinaus erfüllt die Arbeitsassistenz in der Krisenintervention zur Sicherung gefährdeter Arbeitsplätze eine weitere zentrale Funktion. Zum 25. Jubiläum der Arbeitsassistenz in Österreich luden Wirtschaftskammer Österreich, Sozialministerium und der Dachverband für berufliche Integration „dabei-austria“ am Montag zu einer hochkarätig besetzten Tagung, um die weiteren Perspektiven der Arbeitsassistenz zu diskutieren. Neben Sozialminister Alois Stöger, Gastgeber Martin Gleitsmann, Abteilungsleiter für Sozial- und Gesundheitspolitik in der WKÖ, und „dabei-austria“-Geschäftsführer Markus Neuherz, nahmen auch der Präsident des Behindertenrats Herbert Pichler sowie VertreterInnen des Sozialministeriums und Sozialministeriumservice teil.

 

„Arbeit ist der ausschlaggebende Faktor für ein selbstbestimmtes Leben und die Teilhabe an unserer Gesellschaft. Die Bedeutung der Arbeit geht weit über das Gehalt und die Existenzsicherung hinaus“, betonte Sozialminister Stöger, der die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen als eine zentrale Aufgabe der Arbeitsmarktförderung bezeichnete. Vergangenes Jahr investierte das Sozialministerium über 180 Millionen Euro in Projekt- und Individualförderungen, wodurch über 90.000 Menschen mit Behinderungen unterstützt werden konnten. Auf die Arbeitsassistenz entfielen dabei Förderungen in Höhe von 25 Millionen Euro. Diese Leistungen will der Sozialminister weiter erhöhen. „Wir haben ein Inklusionspaket erarbeitet, mit dem wir die Mittel für die berufliche Inklusion verdoppeln. Damit können Vorzeigemaßnahmen wie die Arbeitsassistenz nicht nur für die nächsten Jahre finanziell abgesichert, sondern weiter ausgebaut werden“, erklärt Stöger die aktuelle Gesetzesvorlage, die am 12. Oktober im Nationalrat beschlossen werden soll.

 

WKÖ-Experte Gleitsmann erörterte die Leistungen der Arbeitsassistenz aus der Sicht der Wirtschaft: „Die WKÖ bekennt sich zur nachhaltigen Integration von behinderten Menschen in die Arbeitswelt und begrüßt daher ausdrücklich die tolle Arbeit der Arbeitsassistentinnen und –assistenten als Bindeglied zwischen ihren Klienten und der Wirtschaft.“ Durch zahlreiche Rückmeldungen aus Unternehmen sei belegt, dass die Beschäftigung behinderter Menschen eine Win-Win-Situation für alle darstellt. „Denn der Arbeitnehmer erhält eine berufliche Chance und sinnstiftende Beschäftigung, der Arbeitgeber erhält einen meist hoch motivierten Mitarbeiter mit wichtigen Qualifikationen, und noch dazu wirkt dessen Beschäftigung auch positiv aufs Betriebsklima.“ Gerade im Hinblick auf den immer heftiger werdenden Fachkräftemangel sei die Integration behinderter Menschen ins Erwerbsleben aktueller denn je, unterstrich Gleitsmann.

 

„In den letzten 25 Jahren haben die 57 Arbeitsassistenz-Projekte eine Schlüsselrolle in der beruflichen Integration eingenommen. Die ArbeitsassistentInnen werden auch weiterhin einen entscheidenden Beitrag leisten. Denn um eine wirklich inklusive Gesellschaft zu erreichen, stehen wir noch vor zahlreichen Herausforderungen. Vor allem sind Vorurteile und ‚Barrieren im Kopf‘ abzubauen“, betont auch dabei-austria-Geschäftsführer Markus Neuherz.

 

Über dabei-Austria

 

Seit 2002 ist der gemeinnützige Verein dabei–austria die bundesweite Interessenvertretung im Bereich der beruflichen Integration. Der Dachverband vertritt derzeit knapp 200 Projekte im Bereich der beruflichen Orientierung und der Integration. Die Angebote richten sich an Menschen mit Behinderung/Erkrankung sowie an Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. ausgrenzungsgefährdete Jugendliche und Erwachsene. Mehr Informationen unter: www.dabei-austria.at.


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OTS, 10.10.2017

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20 Jahre Österreichischer Arbeitsklima Index: Valider Maßstab für die Veränderungen in der Arbeitswelt

Arbeitende Haende

 

26.09.2017

 

Bei einer großen Enquete zum Thema „Arbeitsleben im Fokus“ blickte die Arbeiterkammer Oberösterreich gestern gemeinsam mit Partnern/-innen und Experten/-innen auf 20 Jahre Österreichischer Arbeitsklima Index zurück – und warf gleichzeitig einen Blick in die Zukunft der Arbeitswelt.

Unter den Gästen: Sozialminister Alois Stöger und der britische Politikwissenschafter und Soziologe Professor Colin Crouch.

Als Festredner konnte der renommierte Politikwissenschafter und Soziologe Professor Colin Crouch gewonnen werden. Er skizzierte in seinem Referat die Veränderungen in der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf das Arbeitsleben. „Die neuen Technologien vernichten viele Arbeitsplätze. Gleichzeitig gibt es immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, von denen die Menschen kaum leben können“, skizziert Crouch in seinem Referat. Die Folge: „Junge Menschen müssen sich verschulden, um sich ein Leben aufbauen zu können, aber auch um Kleidung oder Nahrung zu kaufen.“

 

Einige dieser Entwicklungen lassen sich auch aus den Daten des Österreichischen Arbeitsklima Index ableiten. Diesen lässt die Arbeiterkammer Oberösterreich seit 20 Jahren regelmäßig erheben. Die dabei gewonnenen Daten sind einzigartig: Im Gegensatz zu den üblichen Kennzahlen des Wirtschaftslebens stehen hier die arbeitenden Menschen im Mittelpunkt des Interesses. „Mit dem Arbeitsklima Index können wir verlässliche Aussagen zur Befindlichkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich treffen. Das wiederum lässt aussagekräftige Analysen des sozialen Wandels und der Veränderungen in der Arbeitswelt zu“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

 

Der Arbeitsklima Index berücksichtigt verschiedene Einflussfaktoren, wie etwa die Zufriedenheit mit dem Einkommen und der Arbeitszeit, die Einschätzung der eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt und auf beruflichen Aufstieg, den Optimismus bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung oder die körperlichen und psychischen Belastungen.

 

Zu Beginn wurde der Index auf einen Wert von 100 Punkten festgesetzt. Sein Rekordhoch erreichte er im Jahr 2007, also zur Zeit der Hochkonjunktur, mit einem Wert von 112 Punkten. 2016 stürzte der Index auf ein Rekordtief von 105 Punkten ab. „Vor allem der Optimismus für die Zukunft des Betriebes und der Wirtschaft ist in dieser Zeit dramatisch eingebrochen“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. In den vergangenen Monaten hat sich der Arbeitsklima Index erholt und bei 109 Punkten eingependelt.

 

Erhoben wird der Index von den Sozialforschungsinstituten IFES und SORA. IFES befragt jährlich rund 4000 Personen, wobei die Stichprobe repräsentativ für alle unselbständig Beschäftigten in Österreich ist. Anschließend werden die Daten von SORA berechnet und von der AK vierteljährlich präsentiert. In den vergangenen 20 Jahren wurden etwa 100.000 Datensätze gesammelt und ausgewertet. Die Interviewer sind dafür fast zwei Millionen Kilometer direkt zu den Beschäftigten nach Hause gefahren - das entspricht 50 Mal dem Erdumfang. Die Interviews dauerten insgesamt drei Millionen Minuten – das sind rund 5,7 Jahre.

 

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. Dominik Bittendorfer
+43 (0)50 6906-2191
dominik.bittendorfer@akooe.at
ooe.arbeiterkammer.at

 

OTS, 26.09.2017

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