Wie läuft die Beratung von Betrieben durch fit2work ab?

Anmeldung und Basischeck

Ziele der Basischeckliste zum Erhalt der Erstinformationen sind:
 

  • strukturierte Klärung der betrieblichen Ausgangslage und Bedürfnisse
  • Erstellung eines Unternehmensprofils als Basis für einen Entwicklungsplan
  • Weitervermittlung an fit2work Stufe 2 oder an andere Unterstützungsangebote (z.B. Betriebliche Gesundheitsförderung - BGF, AUVAfit)

 

Betriebe, die mehr als 50 MitarbeiterInnen beschäftigen (und kein gültiges BGF-Gütesiegel besitzen) erhalten in fit2work Unterstützung durch die AUVA bei der Erstellung der Basischeckliste. Ein spezieller regionaler AUVA-Betreuer bzw. eine Betreuerin (siehe dazu auva.at/fit2work) meldet sich nach der Anmeldung des Betriebs zu fit2work, führt ein ausführliches Erstgespräch durch und leitet den Betrieb dann - digital unterstützt - durch den check4start. Dazu werden zunächst in einer Art „Fragebogen“ vom Betrieb Informationen erhoben, die dann die Gesprächsgrundlage für einen Workshop bilden, an dem (sofern im Unternehmen vorhanden) folgende Personen teilnehmen:

 

  • Geschäftsführung
  • ArbeitsmedizinerIn
  • Sicherheitsfachkraft
  • Betriebsrat
  • ArbeitspsychologIn
  • Gleichbehandlungsbeauftragte/r
  • Behindertenvertrauensperson
  • BGF-Verantwortliche/r
  • Sicherheitsvertrauensperson
  • QM-ManagerIn
  • BEM-Beauftragte/r
  • sonstige Personen
  • Personalverantwortliche/r
 

 

Spielfiguren auf Spielbrett

 

Gesprächsthemen sind neben dem ArbeitnehmerInnenschutz, betriebliche Gesundheitsförderung, Managementsysteme, laufende Projekte und Initiativen, die Unternehmenskultur und weitere Themen der Basischeckliste, immer mit dem Hintergrund des geplanten Aufbaus eines betrieblichen Eingliederungsmanagement. Auch eine kurze Begehung des Betriebs rundet den check4start ab und ermöglicht eine umfassende Sicht auf die Bedürfnisse des Betriebes und der MitarbeiterInnen. Dem Unternehmen kann so zu geeigneten Maßnahmen geraten werden, die sich optimal ergänzen und zu einem stimmigen Gesamtbild im Sinne des Betriebs und der MitarbeiterInnen führen, um deren gesunden und sicheren Verbleib im Arbeitsprozess abzusichern.

Auf Wunsch des Betriebes kann ein check4start auch von allen anderen Betrieben gerne in Anspruch genommen werden!

 

Nach Sichtung Ihrer Angaben zum Unternehmen durch das Sozialministeriumsservice kann die fit2work Betriebsberatung beginnen.

 

Hier können Sie sich anmelden!

Die fit2work Beratung - Fünf Phasen für Ihren Betrieb

Um den Ablauf einer fit2work-Betriebsberatung zu verdeutlichen, soll hier eine Betriebsberatung schematisch nachgezeichnet werden.

PHASE
0
ANMELDUNG UNTER www.fit2work.at
Ermittlung der Ausgangslage und Klärung der Rahmenbedingungen mithilfe der Basischeckliste.
PHASE
1
EINSTIEGSPHASE
Kooperationsvereinbarung zwischen fit2work und Betrieb sowie Projektstruktur.
PHASE
2
ANALYSE- UND SENSIBILISIERUNGSPHASE
Erhebung der Arbeitsfähigkeit Ihrer MitarbeiterInnen und Sensibilisierungsworkshops für Führungskräfte.
PHASE
3
REPORTINGPHASE
Workshop mit der Steuergruppe und weiteren Schlüsselpersonen. Festlegung von Maßnahmen und Bestellung der/s Integrationsbeauftragten.
PHASE
4
INTERVENTIONSPHASE
Aktive Integration von ArbeitnehmerInnen mit gesundheitlichen Beschwerden und Beeinträchtigungen.
PHASE
5
ERFOLGSMESSUNG
Erfolgsmessung und Sicherstellung nachhaltiger Abläufe zur Integration.

Hier erhalten Sie alle Details zum fit2work-Ablauf:

I. Einstiegsphase

  • Abklärung und Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Betrieb
  • Aufbau einer Projektstruktur

In der Einstiegsphase werden die Projektstruktur aufgebaut und zwischen dem Betrieb und der fit2work-Betriebsberatung eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

 

Zentral für die Projektstruktur ist die Einrichtung einer Steuergruppe, die sich aus relevanten Schlüsselpersonen aus dem Betrieb zusammensetzt und in regelmäßigen Sitzungen den Projektablauf begleitet. Hierzu gehören z.B.:

 

  • interne/r betriebliche/r Projektverantwortliche/r bzw. zukünftige/r

Integrationsbeauftragte/r

  • Belegschaftsvertretung
  • Behindertenvertrauenspersonen
  • Behindertenbeauftragte
  • Präventivfachkräfte
  • Sicherheitsvertrauenspersonen
  • Gleichbehandlungsbeauftragte
  • regionale fit2work-PartnerInnen

 

Die Kooperationsvereinbarung definiert grob:

 

  • Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen
  • Aufgaben und Pflichten des Betriebes
  • den betrieblichen Ressourcenaufwand
  • die Teilnahme an externen Informationsveranstaltungen
  • Datenschutz
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II. Analyse- und Sensibilisierungsphase

  • Adaptiertes Erstscreening/Messen der Arbeitsbewältigungsfähigkeit

 

- für Betriebe von 2 - 14 MA mittels AB-Coaching

- für Betriebe von 15 - 50 MA mittels ABIplusTM
  und/oder AB-Coaching

- für Betriebe >50MA mittels ABIplusTM

Diese Phase beinhaltet folgende Aktivitäten:
 

  • Erhebung der Arbeitsfähigkeit mit ABI Plus™, der detailliert Aufschluss über den Status von Arbeitsfähigkeit in Ihrem Betrieb (Abstimmung von Arbeitsbedingungen mit Ressourcen der MitarbeiterInnen) gibt. Die Ergebnisse sind die Grundlage für das weitere Vorgehen. oder für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeiterinnen im Rahmen von freiwilligen AB-Coachings
  • Sensibilisierungsworkshops für Führungskräfte, um sie in den fit2work-Prozess einzubinden.
  • Freiwillige AB-Coachings für besonders belastete MitarbeiterInnen und für MitarbeiterInnen mit langen Krankenständen.
  • Vergleich der anonymisierten Coaching-Ergebnisse mit den Daten aus ABI Plus™ und Basis-Check.
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III. Reportingphase

  • Darstellung der Ergebnisse aus Phase II
  • Darstellung von Maßnahmeschwerpunkten

Der/die fit2work-BeraterIn moderiert einen Workshop mit der Steuergruppe, weiteren Schlüsselpersonen und der Betriebsführung. Ziel ist, auf Basis der Ergebnisse der Analysephase zu einer Priorisierung und Festlegung von Maßnahmen zu kommen. Alle MitarbeiterInnen werden über die Ergebnisse und die beschlossenen Maßnahmen informiert.

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IV. Interventionsphase

  • Aufbau einer nachhaltigen Struktur im Betrieb (Integrationsteam)
  • Information und Schnittstellen bei Förder- und Unterstützungsbedarf
  • Begleitung bei Umsetzung von prioritären Maßnahmen

In dieser Phase stehen die Systematisierung und die Implementierung der beschlossenen Maßnahmen im Vordergrund. In einem Seminar informieren die fit2work-PartnerInnen die Steuergruppe über mögliche Förderungen.

 

Die Steuergruppe geht nun in ein Integrationsteam über, das auch nach Projektabschluss bestehen bleiben soll. Es wird ein/e Integrationsbeauftragte/r als AnsprechpartnerIn für gefährdete MitarbeiterInnen ernannt, der/die von dem/der fit2work-BeraterIn gecoacht und unterstützt wird.

 

Maßnahmen, die im Betrieb gesetzt werden, können zum Beispiel sein:

 

  • ergonomische Arbeitsplatzadaptierungen
  • Führungskräftetrainings
  • Maßnahmen zur besseren Gestaltung von Dienstplänen/Arbeitszeiten
  • Weiterbildungspläne für verschiedene MitarbeiterInnengruppen
  • Einrichtung einer Fokusgruppe zur Prävention langer Krankenstände
  • Therapie- und Rehamaßnahmen
  • Innerbetriebliche Umschulungen
  • Gegebenenfalls Information der MitarbeiterInnen über das fit2work-Beratungsangebot für Personen
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IV. Evaluierungsphase

  • Evaluierung durch Messen der Arbeitsbewältigungsfähigkeit

Die Evaluierungsphase beinhaltet:

 

  • Eine zweite MitarbeiterInnen-Befragung mit dem ABI plus™. Die Ergebnisse werden mit jenen der ersten Befragung verglichen und die Veränderungen bzw. Verbesserungen festgehalten.
  • Nachhaltigkeitsworkshop zur Klärung, wie die Arbeit des Integrationsteams nach Projektende fortgesetzt werden kann.
  • Abschlussrunde mit Integrationsteam und fit2work-BeraterIn. Diskussion von Best Practice Abläufen, Verbesserungsmöglichkeiten sowie Zukunftsperspektiven. 
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