Fälle aus der Praxis

„Gestärkt im Mut zur Entscheidung“

Frau C., 35 Jahre, nahm über die Empfehlung Ihrer AMS Beraterin telefonisch Kontakt über die fit2work Hotline auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. Aufgrund der vorliegenden Problemstellungen wurde gemeinsam mit der Kundin die Durchführung eines großen Basischecks im Rahmen einer arbeitsmedizinischen und arbeitspsychologischen Abklärung, sowie in weiterer Folge die Einleitung einer Intensivberatung vereinbart. Die Kundin ist rumänische Staatsbürgerin und lebt aktuell bereits seit über zehn Jahren in Österreich. Nach Absolvierung des Pflichtschulsystems hat sie in ihrem Heimatland eine Lehre als Feinmechanikerin absolviert. In weiterer Folge war Frau C. über viele Jahre hinweg im Gastronomiebereich tätig. Auch gab es in Österreich unterschiedliche Dienstverhältnisse im Bereich der Gastronomie, Reinigung und Produktion. Nach der Geburt ihrer Tochter konnte die Kundin allerdings nie mehr richtig beruflich Fuß fassen. Im Rahmen der Erstberatung berichtete Frau C. in der Vergangenheit einen Nervenzusammenbruch erlitten und sich seit diesem Zeitpunkt auch nie mehr gänzlich erholt zu haben. Sie gab an, nach wie vor unter einer geringen Belastbarkeit, Nervosität und Kraftlosigkeit zu leiden und es falle ihr sehr schwer, morgens aus dem Bett zu kommen. Problemstellungen bestanden zusätzlich im Wirbelsäulenbereich.

Die Kundin wünschte sich daher eine Klärung der körperlichen sowie psychischen Belastbarkeit, Unterstützung bei der gesundheitlichen Stabilisierung sowie Hilfestellung bei der beruflichen Perspektivenentwicklung bzw. beim beruflichen Wiedereinstieg. Zum Zeitpunkt der Erstberatung bestand keine adäquate psychiatrisch-/psychologische Versorgung. Die Durchführung einer arbeitsmedizinischen als auch arbeitspsychologischen Abklärung im Rahmen eines großen Basischecks ergaben, dass nach Einleitung der erforderlichen gesundheitsfördernden Maßnahmen und einer psychischen Stabilisierung ein Wiedereintritt in das Berufsleben unter Berücksichtigung des Leistungskalküls im Gastronomiebereich zu befürworten sei. Somit wurden die, gemeinsam mit Frau C. erarbeiteten, Meilensteine im Rahmen der weiterführenden Intensivberatung auf die Einleitung von gesundheitsfördernden Maßnahmen sowie einen belastungsangepassten beruflichen Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess ausgerichtet. Im Rahmen des fit2work Beratungsverlaufs wurden physiotherapeutische Maßnahmen seitens der Kundin eingeleitet, es kam zur Inanspruchnahme von Entlastungsgesprächen zur Stärkung ihres psychischen Gesundheitszustandes als auch der Einleitung eines moderaten Bewegungsprogrammes zu Reduktion der Wirbelsäulenbeschwerden. Unterstützende Ressourcenarbeit als auch der Aufbau eines neuen Freundeskreises und eine damit einhergehende (Wieder-)Einbindung in das gesellschaftliche Leben, gepaart mit dem Erleben von entsprechender Unterstützung, waren weitere zentrale Zielsetzungen im Rahmen der Intensivberatung. Die Erarbeitung von neuen beruflichen Möglichkeiten als auch eine berufliche Perspektivenentwicklung mit entsprechendem Bewerbungsmanagement bildeten zusätzliche Eckpfeiler der fit2work Beratung. Da Frau C. im Beratungsverlauf angab, in ein anderes Bundesland übersiedeln zu wollen, wurde der Fokus der Bewerbungen auf das neue räumliche Umfeld gelegt. Daraus resultierte letztendlich auch eine Zusage für ein Dienstverhältnis. Im Laufe der Beratung konnte aufgrund der hohen Motivation der Kundin im Hinblick auf die Einleitung und Umsetzung der gesundheitsfördernden Empfehlungen aus dem großen Basischeck, als auch aufgrund der gemeinsam erarbeiteten Meilensteine der Intensivberatung, ein beruflicher Wiedereinstieg – einhergehend mit einer gesundheitlichen Stabilisierung - erzielt werden. Im Rahmen der durchgeführten Überprüfung zur Nachhaltigkeit gab Frau C. an, zwischenzeitlich in ein anderes Bundesland übersiedelt zu sein und das neue Dienstverhältnis im Gastronomiebereich bereits aufgenommen zu haben. Da sie nie länger als bis 16:00 Uhr arbeiten müsse, sei auch die Kinderbetreuung gut zu regeln gewesen. Auch wohne sie nahe an Arbeitsplatz und Kindergarten, was ihr nochmals sehr viel Stress nehme. Die Beratung durch fit2work habe Frau C. sehr positiv in Erinnerung; sie fühlte sich in ihren Problemlagen verstanden und ernst genommen und fand durch die Unterstützung seitens fit2work den Mut, Entscheidungen zu treffen, die zwar schwierig, aber für sie letztendlich positiv seien. Die Kundin blickt somit ihrer weiteren beruflichen als auch privaten Zukunft sehr positiv entgegen.

 

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„Mit fit2work über eine berufliche Rehabilitation hin zu einem neuen beruflichen Weg“

Herr E., 37 Jahre, nahm aufgrund einer Empfehlung des chefärztlichen Dienstes der GKK telefonisch Kontakt zu fit2work auf und vereinbarte im Rahmen der Basisinformation einen Termin zur Erstberatung. In diesem Termin wurde in weiterer Folge – im Hinblick auf die vorliegenden Problemlagen – ein kleiner arbeitsmedizinischer Basischeck und die Einleitung einer Intensivberatung vereinbart. Der Kunde hatte nach Abschluss der Pflichtschule eine Lehre als Fleischhauer absolviert, jedoch keine Lehrabschlussprüfung abgelegt. Im Anschluss daran folgten durchwegs Dienstverhältnisse im Baugewerbe. In diesem Kontext hat Herr E. auch sehr viele Zusatzausbildungen wie Schallungszimmerer, Gerüster, Trocken- und Innenausbauer etc. absolviert. Zuletzt war er als Vorarbeiter tätig. Im Rahmen eines Arbeitsunfalls kam es zu einer Knieverletzung und in weiterer Folge zu einem langfristigen Krankenstand, welcher zum Zeitpunkt der fit2work Erstberatung noch immer laufend war. Vor über zehn Jahren kam es - aufgrund eines weiteren Unfallgeschehens - zu einem vorderen Kreuzbandriss in beiden Kniegelenken. Zusätzlich litt Herr E. an einer „frozzen shoulder“.

Ein Bänderriss im Sprunggelenk als auch eine Operation der plica patellaris – aufgrund eines weiteren Arbeitsunfalles – stellten zusätzliche gesundheitliche Beschwerden dar. In den letzten Jahren befand sich der Kunde immer für ca. zwei Monaten in einem durchgehenden Krankenstand. Herr E. war sich bei Eintritt in den fit2work Beratungsverlauf auch unsicher, ob er künftig weiteren beruflichen Belastungen Stand halten könne. Grundsätzlich war es aber sein Wunsch weiter im Baugewerbe tätig zu sein, allerdings auf einem weniger körperlich belastenden Arbeitsplatz. Der Kunde wünschte sich im Rahmen der fit2work Beratung Unterstützung im Hinblick auf die gesundheitlichen Problemstellungen sowie bei der Klärung von möglichen beruflichen Alternativen. Die arbeitsmedizinische Einschätzung, resultierend aus der Durchführung eines kleinen arbeitsmedizinischen Basischecks, ergab, dass eine dauerhafte Arbeit im Baubewerbe mit den vorherrschenden Belastungen für die Zukunft als nicht sinnvoll einzustufen wäre. Herr E. trat in weiterer Folge erst zeitverzögert nach dem Basischeck in die geplante Intensivberatung ein, da er vorerst der Meinung war, nach Beendigung des laufenden Krankenstandes, doch weiter im Baugewerbe arbeiten zu können. Aufgrund der sich weiterfolgend verstärkenden gesundheitlichen Problemstellungen im täglichen Arbeitsablauf kam es letztendlich zu einer Auflösung des laufenden Dienstverhältnisses. Der Kunde nahm wieder Kontakt zu fit2work auf und bat um entsprechende Unterstützung bei der Planung von beruflichen Alternativmöglichkeiten. Als gemeinsam erarbeitete Zielsetzungen im Rahmen der Intensivberatung wurden Unterstützung bei der gesundheitlichen Stabilisierung, eine Abklärung von beruflichen Alternativen sowie das Aufzeigen von Möglichkeiten bzw. Abklärung selbiger im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation definiert. Herr E. zeigte sich über den gesamten Beratungsverlauf hinweg bemüht, die gesundheitsfördernden Empfehlungen aus dem arbeitsmedizinischen Basischeck umzusetzen und an einer Verbesserung seines Gesundheitszustandes aktiv mitzuarbeiten. Da letztendlich jedoch keine gesundheitliche Stabilisierung erreicht werden konnte war es ihm – nach Auflösung des Dienstverhältnisses – letztendlich möglich, mit Unterstützung des AMS und der PVA in eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme einzutreten. Im Zuge der zeitverzögerten Nachhaltigkeitsüberprüfung nach Beendigung der Intensivberatung war auch bereits eine Firma gefunden worden, bei welcher Herr E. sich – im Rahmen einer maßgeschneiderten arbeitsplatznahen Ausbildung – die praktischen Inhalte im Hinblick auf die laufende Ausbildung zum Bautechniker aneignen kann. Der Kunde zeigte sich im geführten Feedbackgespräch sehr zuversichtlich, letztendlich wieder nachhaltig im Berufsleben Fuß fassen zu können. Ebenso war und ist er bestrebt, die gesundheitsfördernden Empfehlungen aus dem Basischeck umzusetzen.

 

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„Ein Schritt zurück ist manchmal auch ein großer Schritt nach vorne“

Herr S., 43 Jahre, wurde über die Medien auf das Beratungsangebot der Personenberatung von fit2work aufmerksam gemacht. Er nahm daraufhin telefonisch über die fit2work Hotline Kontakt auf und vereinbarte einen Termin zur Erstberatung. Der Kunde hatte im Vorfeld eine Lehre als Feinmechaniker mit der Lehrabschlussprüfung beendet, wechselte danach für ein halbes Jahr in den Gastronomiebereich um wiederum für ca. zehn Jahre als Feinmechaniker – in den letzten Jahren betriebsintern im Bereich der Qualitätssicherung als Disponent – tätig zu sein. Anschließend übernahm er das Aufgabengebiet als Assistent der Geschäftsführung in einer Großdiskothek, wobei er zusätzlich den Controllingbereich abdeckte und als Lieferantenverantwortlicher agierte. Zu Beratungsbeginn befand sich Herr S. in einem laufenden Krankenstand. Er berichtete im Rahmen der Erstberatung von Belastungen auf psychischer Ebene. Aufgrund seiner intensiven beruflichen Tätigkeit, einhergehend mit einer sehr großen – ihm übertragenen – Verantwortung, hätten sich die psychischen Problemstellungen über die Jahre hinweg verstärkt und sich in einem ständigen „Chaos im Kopf“ sowie durch Konzentrationsmange, Reizüberflutung, Vergesslichkeit usw. ausgewirkt. All diese Faktoren führten letztendlich zu einem diagnostizierten Erschöpfungssyndrom. Die Symptome einer evidenten rezidivierenden depressiven Störung wirkten zum Zeitpunkt der Erstberatung nach wie vor belastend auf den psychischen Gesundheitszustand von Herrn S. In diesem Kontext befand sich der Kunde auch bereits in einer laufenden Einzel-Psychotherapie.

Aufgrund dieser vorlegenden Problemstellungen wurde gemeinsam mit dem Kunden die Durchführung einer arbeitspsychologischen Abklärung im Rahmen eines kleinen Basischecks sowie im Anschluss daran die Einleitung einer Case Management-Beratung vereinbart. Große Sorgen bestanden seitens Herrn S.  im Hinblick auf einen Wiedereintritt in den Arbeitsprozess aufgrund der vorherrschenden gesundheitlichen Situation. Bei den gemeinsam erarbeiteten Meilensteinen bzw. deren Zielsetzung im Rahmen des Case Managements wurde daher der Fokus auf die Konsultation eines Facharztes/einer Fachärztin für Psychiatrie/Neurologie, die Weiterführung der bereits eingeleiteten Psychotherapie, die Klärung von möglichen beruflichen Stabilisierungsmaßnahmen sowie die Abklärung der Möglichkeit eines belastungsangepassten beruflichen Wiedereinstiegs im Rahmen einer Wiedereingliederungsteilzeit gelegt. Da es der Wunsch von Herrn S. war, möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zurückzukehren, wurde die Möglichkeit einer Wiedereingliederungsteilzeit mit seinem damaligen Dienstgeber kommuniziert. Aufgrund der Befürwortung wurde das laufende Case Management nach vier Beratungen – auf Wunsch von Herrn S. -  abgebrochen und in einen Wiedereingliederungsfall übergeleitet. Der Kunde wurde über die Möglichkeit informiert, dass auch während der Wiedereingliederungsteilzeit das fit2work Beratungsangebot in Anspruch genommen werden könne. Vorerst war Herr S. der Meinung, diese Unterstützung nicht zu benötigen, im Bedarfsfall würde er jedoch gerne auf das Angebot zurückgreifen. Nach zwei Monaten - ab Start der Wiedereingliederungsteilzeit – nahm Herr S. neuerlich Kontakt zu fit2work auf, da er im Rahmen der zweiten Phase bzw. der Stundenerhöhung, im Hinblick auf den belastungsangepassten Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess, an seine Belastungsgrenzen gestoßen war. Das Dienstverhältnis musste weiterfolgend gelöst werden und der Kunde war, zum Zeitpunkt der neuerlichen Kontaktaufnahme zu fit2work, beim zuständigen AMS bereits als arbeitssuchend gemeldet. Das zuvor abgebrochene Case Management wurde somit wiederaufgenommen. Im fit2work Beratungsverlauf wurden seitens Herrn S. regelmäßige Konsultation beim niedergelassenen Facharzt bzw. der niedergelassenen Fachärztin für Psychiatrie wahrgenommen, die laufende Psychotherapie wurde ebenfalls weiterhin beansprucht und es kam mit Unterstützung von fit2work zu einer Antragstellung im Kontext einer beruflichen Rehabilitations- bzw. Stabilisierungsmaßnahme. Der gestellte Antrag wurde letztendlich seitens der PVA auch befürwortet und der Kunde konnte in weiterer Folge in eine – für ihn passende – Stabilisierungsmaßnahme im Vorfeld einer beruflichen Reintegration eintreten. Herr S. zeigte sich über den gesamten Beratungsverlauf bemüht, die - gemeinsam im Rahmen des Case Managements erarbeiteten - Meilensteine als auch die gesundheitsfördernden Empfehlungen aus dem Basischeck umzusetzen, um damit aktiv an seiner gesundheitlichen Stabilisierung zu arbeiten. Das starke Engagement des Kunden und seine positive Einstellung als auch die gute Zusammenarbeit mit und zwischen AMS, PVA, GKK als auch seinem ehemaligen Arbeitgeber können als zusätzliche Erfolgsfaktoren gewertet werden. Durch die Möglichkeit der Teilnahme an einer Stabilisierungsmaßnahme erhofft sich Herr S. eine weitere Unterstützung in Richtung einer letztendlich nachhaltigen beruflichen Reintegration und blickt seiner beruflichen Zukunft zuversichtlich entgegen.

 

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(zuletzt aktualisiert: 1. Quartal 2019)