Fälle aus der Praxis

Neuanfang mit mehr Lebensqualität

Herr K. ist 43 Jahre alt, gelernter Schlosser, und arbeitete seit 20 Jahren im selben Produktionsbetrieb. Herr K. fing direkt nach der abgeschlossenen Lehre in diesem Betrieb als Schlosser an, und arbeitete sich durch Weiterbildungen zum Vorarbeiter und später zum Sicherheitsbeauftragten hinauf. Ihm machte die Arbeit lange Zeit viel Freude, vor allem die Betreuung der Lehrlinge lag ihm sehr am Herzen, doch er hatte zunehmend das Gefühl, dass es seitens der Geschäftsführung keine Wertschätzung mehr für qualitative Arbeit gab. Herr K. spürte die psychische Belastung vor allem, wenn es um die Einhaltung von Sicherheitsstandards ging, oder die Belegschaft unter Druck gesetzt werden sollte. Er hatte zunehmend Schlafprobleme, bemerkte starke Konzentrationsprobleme und er hatte starke Schmerzen im Brustbereich. Nach einem dreiwöchigen Krankenstand wurde Herrn K. die Kündigung ausgesprochen. Daraufhin suchte Herr K. Unterstützung bei fit2work um sich über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren.

Nach der arbeitspsychologischen Testung wurde die Fortsetzung des Krankenstandes zur Stabilisierung empfohlen und der Besuch beim Facharzt, sowie die Einleitung einer klinisch psychologischen Begleitung durch den Berufsverband österreichischer PsychologInnen (BÖP) veranlasst. Für die arbeitsrechtliche Unterstützung vereinbarte Herr K. Termine mit der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft, diesbezüglich wurde eine gute Lösung zwischen dem Arbeitgeber und Herrn K gefunden. Im Zuge der fit2work Beratung wurden mit Herrn K. mehrere berufliche Maßnahmen besprochen und die passenden Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Absolvierung einer sechswöchigen psychosozialen REHA war neben der Einzeltherapie für Herrn K sehr hilfreich und stabilisierend. Die eingeleitete medizinische Abklärung verlief positiv, durch gezielte Ernährungsberatung und der damit einhergehenden Gewichtsreduktion konnte das Druckgefühl in der Brust bis zum Ende der Beratung stark verbessert werden. Nach ausreichender Erholung hat sich Herr K. entschlossen wieder in seinem erlernten Beruf als Schlosser tätig zu werden. Er hat mit der Unterstützung der Arbeitsassistenz berufliche Ziele und gesunde Rahmenbedingungen erarbeitet und den Bewerbungsprozess gezielt geübt. Zeitnahe konnte Herr K. wieder eine Beschäftigung finden und ist sehr zufrieden mit der neuen Situation.

Herr K. ist sehr froh über seine persönliche Weiterentwicklung und die neue Chance, er achtet nun vermehrt auf eine gesunde Ernährung, sportlich aktive Freizeitmöglichkeiten und mehr Lebensqualität. Ärger, Übersunden und schlaflose Nächte gehören für Herrn K. zur Vergangenheit.

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Selbst ist die Frau

Frau S. hatte bereits seit Jahren, eheliche Probleme. Ihr Gatte war alkoholabhängig, bereits in Frühpension, und da er genug Pension bezog, war Frau S. nicht berechtigt weitere finanzielle Unterstützung zu bekommen. Ihr Gatte gab ihr jedoch zu wenig Geld für die Nahrungsmittel­versorgung, sie war seinen Launen ausgesetzt und finanziell von ihm abhängig. Deshalb wollte Frau S. den Unterhalt einklagen, sie war bei der Frauenberatungsstelle, dort wurde ihr jedoch von einer Juristin geraten, sich nicht scheiden zu lassen. Frau S. war aufgrund der anstrengenden psychischen Situation zu Hause im Herbst 2017 auf psych. REHA in Gars am Kamp.

 

Sie hatte auch körperliche Probleme, wie eine Arthrose mit Schmerzen auf der rechten Hüftseite, oder eine Zyste am rechten Knie, nun begann auch ihr linkes Knie zu schmerzen. Frau S. war seit 2016 arbeitslos gemeldet, davor hatte sie 33 Jahre als Bürokauffrau gearbeitet, sie konnte sich jedoch die Arbeit in einem Büro nicht mehr vorstellen.

Bereits während der Beratung von fit2work und mit der zusätzlichen Hilfe ihrer großjährigen Kinder und der Scheidungsberatung zog Frau S. im Herbst 2018 aus der ehelichen Wohnung aus. Ihr Gatte zahlte ihr eine Hälfte des Hauses aus, mit diesem Geld konnte sie sich eine neue Wohnung leisten. Die PVA, gemeinsam mit dem AMS, bewilligten Frau S. einen Kindergarten­assistenzkurs, den sie erfolgreich abschloss.

 

Gleich nach dem Einzug in ihre neue Wohnung und mit dem Zertifikat als Kindergartenassistentin in der Tasche, begann Frau S. neue Perspektiven zu gewinnen. Sie besuchte zusätzlich eine Einzelpsychotherapie, die aufgrund der neu gewonnenen Möglichkeiten und Ansichten nach einiger Zeit erfolgreich beendet werden konnte.

 

Frau S. arbeitet seit Beginn 2019 als Kindergartenassistentin, sie ist jetzt finanziell unabhängig und glücklich mit ihrem neuen Job.

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Neue Chancen durch die Berufsberatung

Frau K. ist 51 Jahre alt und war jahrelang als Heimhilfe tätig. Sie kam zum Erstgespräch wegen Rückenschmerzen, wobei sämtliche physikalische Therapien und Kuren für den Stützapparat keine Linderung Ihrer Beschwerden brachten.

 

Frau K. konnte sich aufgrund ihrer Arbeitssituation - Probleme mit der Geschäftsleitung, unregelmäßige Dienste und Dienstplanverschiebungen und übermäßiger Zeitdruck - eine Rückkehr an ihren Arbeitsplatz nicht mehr vorstellen. Sie klagte auch über Schlafstörungen, Müdigkeit, Gereiztheit, Freud- und Lustlosigkeit.

Nach arbeitsmedizinischer und arbeitspsychologischer Abklärung bei fit2work wurden die orthopädischen und physikalische Behandlungen fortgesetzt. Frau K. nahm zusätzlich Termine bei einer Neurologin und Psychologin wahr. Durch die psychische Stabilisierung und den regelmäßigen Gesprächen mit der Case Managerin von fit2work und durch die Unterstützung durch die Arbeitsassistenz bewarb sich Frau K. regelmäßig und absolvierte Schnuppertage in einem Seniorenwohnheim, dem Wunscharbeitsplatz von Frau K., da sie sehr gerne ältere und pflegebedürftige Menschen betreut.

 

Auch durch die Niederösterreichische Berufsberatung bekam Frau K. neue Ideen und Motivation. Sie zeigte sich sehr engagiert, hat sich proaktiv beworben und bekam schließlich eine neue Stelle als Heimhilfe.

 

Frau K. geht es nun wieder gut. Ihr bisheriges Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich beendet und sie hat sich schon gut in ihre neue Tätigkeit eingelebt. Sie hat nach eigenen Angaben ihr Ziel erreicht!

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Rückkehr in den Beruf im Rahmen der Wiedereingliederungsteilzeit

Frau S. ist 44 Jahre alt und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Seit 2014 ist sie in der Hauskrankenpflege tätig, wobei sich das Dienstverhältnis von Beginn an als recht schwierig erwies. Frau S. wurden immer mehr Aufgaben übertragen und wieder entzogen. Die betrieblichen Strukturen schafften Unklarheit und belasteten die Frau S. stark, zumal der Job in der Hauskrankenpflege sehr fordernd war und sie nur eine Kollegin zur Aufgabenverteilung hatte. Eine Bekannte machte sie auf fit2work aufmerksam und riet ihr einen Termin für eine fit2work Beratung zu vereinbaren.

Beim Erstgespräch war Frau S. bereits seit einem Monat im Krankenstand. Sie gab an, dass sie sich von der Gesamtsituation überfordert fühlte und schon seit längerer Zeit in psychotherapeutischer Behandlung war. Neben Überforderung berichtete sie auch von Erschöpfungszuständen, Traurigkeit und Perspektiven- und Sinnlosigkeit, beruflich machten ihr vor allem die unklaren Strukturen, aber auch die unregelmäßigen Dienstzeiten zu schaffen.

 

Frau S. wollte den Job wechseln und eine Tätigkeit finden, die besser zu ihr passt. Sie wünschte sich zudem, wieder mehr soziale Kontakte um das Leben wirklich genießen zu können. Durch die eingeleitete arbeitspsychologische Abklärung konnte ein genaues Bild der aktuellen psychischen Verfassung von Frau S. erhoben werden. Des Weiteren wurde für Frau S. ein umfangreiches arbeitspsychologisches Leistungskalkül erstellt und Empfehlungen zur weiteren Behandlung in Hinblick auf die Stabilisierung ihrer psychischen Verfassung abgegeben.

 

Darüber hinaus erarbeitete sie mit der Arbeitsassistenz berufliche Alternativen. Hier zeigte sich, dass der Beruf in der Hauskrankenpflege Frau S. sehr liegt und sie die Tätigkeit an sich sehr gerne mag. Mit der Case Managerin von fit2work wurde über die Rückkehr in den Beruf im Rahmen der Wiedereingliederungsteilzeit gesprochen und ein Wiedereingliederungsplan erarbeitet. Es fand ein klärendes Gespräch mit der Vorgesetzten statt und es wurde beschlossen, dass Frau S. im Rahmen der Wiedereingliederungsteilzeit langsam wieder in das Dienstverhältnis zurückkehrt.

 

Zu Beginn hatte Frau S. noch etwas Angst vor der Arbeit, stellte dann aber fest, dass die Ausübung der Tätigkeit sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Sie fühlte sich wieder gut und merkte, dass sie wieder Antrieb hatte und motiviert war.

 

Zwischenzeitlich hat sie zu Familie, Freunden und Nachbarn wieder Kontakt aufgenommen und ein neues Hobby entdeckt. Im Zuge dessen hat Frau S auch neue Bekanntschaften geschlossen und fühlt sich wieder sozial integriert. Sie blickt optimistisch in die Zukunft und arbeit weiter an sich, um die erworbene Stabilität aufrecht zu erhalten.

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(zuletzt aktualisiert: 2. Quartal 2019)

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