Fälle aus der Praxis

Mit Hilfe der Arbeitsassistenz geschafft

Frau F. ist 41 Jahre alt und arbeitet seit 19 Jahren in einer großen Firma als Hilfskraft in der Produktion. Sie leidet seit einigen Jahren an diversen körperlichen Erkrankungen, wie Multiple Sklerose und einem fast vollständigen Sehverlust am rechten Auge. Durch ihre Erkrankungen ist sie am Arbeitsplatz langsamer geworden, zudem leidet sie immer häufiger unter Kopfschmerzen.

 

Frau F. geht grundsätzlich gerne zur Arbeit, doch seit einiger Zeit fühlt sie sich zunehmend unter Druck gesetzt und von KollegInnen und Vorgesetzten gemobbt. Ebenso leidet  sie, nach einer schmerzhaften Scheidung, an Depressionen.

 

Frau F. wünschte sich von fit2work Unterstützung beim Erhalt ihres Arbeitsplatzes, deshalb wurde sie an die regionale Frauenberatungsstelle verwiesen, um dort die notwendige Unterstützung und den Rückhalt für ihre familiäre Situation zu erhalten.

Es wurde auch ein HNO-Facharzt zur Abklärung ihrer Kopfschmerzen konsultiert, der als Grund die Fehlstellung ihrer Nasenscheidewand feststellte – eine notwendige Operation wurde terminiert.

 

Als äußerst hilfreich empfand die Kundin in dieser Zeit vor allem die Begleitung durch die Arbeitsassistenz, die ihr half mit den Rahmenbedingungen der Arbeit besser umzugehen. Die Arbeitsassistenz wird sie auch beim Wiedereinstieg nach ihrer Operation und dem Reha Aufenthalt weiter begleiten, was uns und Frau F. sehr freut.

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Nach Burnout wieder zurück

Herr D. ist 62 Jahre alt und war in beruflicher Hinsicht immer sehr engagiert als Verkaufsleiter tätig. Seine Tätigkeit erforderte selbständiges Arbeiten und Reisetätigkeit innerhalb Österreichs, so kam er an den meisten Arbeitstagen auf über zehn Stunden Arbeitszeit. Herr D. arbeitete dennoch sehr gerne als Verkaufsleiter, durch seine langjährige Tätigkeit konnte er sich einen großen Kundenstamm aufbauen und verdiente dadurch sehr gut.

Nach einer Umstrukturierung in seiner Firma im September 2017 zeigten sich bei Herrn D. erste Symptome eines Burnouts. Die Arbeit wurde für Herrn D.  zunehmend zur Belastung, da er nicht mehr alle für ihn notwendigen Informationen erhielt. Ebenso hatte er das Gefühl, dass man ihn mobben würde, um ihn so zu einer Kündigung zu bewegen. Herr D. fühlte sich in dieser Situation überfordert und hilflos.

Es folgten Schlafstörungen, Angstträume und Gedankenkreisen. Herr D. fürchtete, so kurz vor der Pensionierung seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Schließlich riet ihm sein Hausarzt, sich zwecks Unterstützung an fit2work zu wenden.

Mit Unterstützung von fit2work vereinbarte Herr D. zur Abklärung seiner Situation einen Termin beim Facharzt für Psychiatrie und Neurologie. Ebenfalls wurde eine psychosoziale Rehabilitation beantragt, genehmigt und von Herrn D. absolviert. Zeitgleich wurde über den Berufsverband österreichischer Psycholog*Innen eine Einzelpsychotherapie begonnen, welche ihm bei der psychischen Stabilisierung sehr geholfen hat.

Herr D. konnte durch die regelmäßige Teilnahme an den Einzelpsychotherapiestunden und auch durch die Absolvierung einer 6-wöchigen Rehabilitation Strategien für sich entwickeln, um mit dem Druck in der Arbeit und dem Mobbing gut umgehen zu können, so konnte er seinen Arbeitsplatz erhalten.

Ebenfalls hat Herr D. begonnen wandern zu gehen und mit seiner Frau regelmäßig Ausflüge zu machen. Diese Aktivitäten unterstützen bzw. erhielten die psychische Stabilität.

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Rückenschmerzen, häufigste Volkskrankheit in Österreich

Herr B. ist 43 Jahre alt und hatte bereits als Jugendlicher Rückenschmerzen bei körperlicher Betätigung. Er konnte die Schmerzen jedoch, meist durch Schwimmen und Sport, minimieren.

Von 2016 bis 2018 arbeitete Herr B. zuerst als Servicetechniker und danach als Servicefahrer. Er hatte im Schnitt einen 10 bis 13 Stunden-Tag. Herr B. musste lange im Auto sitzen, oft aus- und einsteigen, sehr schwere Pakete be- und entladen.  Seine Rückenschmerzen wurden dadurch immer stärker.

Im April 2018 wurden die Schmerzen jedoch sehr stark und es kam zusätzlich zu Bewegungseinschränkungen am linken Fuß. Nach einer vom Arzt angeordneten Computertomografie-Untersuchung wurde ein doppelter Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Herr B. machte daraufhin eine intensive Physiotherapie, physikalische Therapie und Infusionstherapie, er war aufgrund der schlechten gesundheitlichen Verfassung mehrere Wochen im Krankenstand. Herr B. konnte sich aufgrund seiner gesundheitlichen Problematik nicht mehr vorstellen an seine Arbeitsstelle zurückzukehren, da er wusste, dass er die Anforderungen nicht mehr bewältigen konnte.

Mit Unterstützung von fit2work hat Herr B. nach der einvernehmlichen Beendigung des Dienstverhältnisses, mit dem Fachkräftestipendium des AMS im September 2018 das 2-jährige Kolleg für Informatik und Systemtechnik in der HTL in Mödling begonnen. Er ist sehr froh über diese tolle Möglichkeit und Unterstützung, und überzeugt davon, längerfristig wieder im Berufsleben Fuß fassen zu können. Bisher hat Herr B. alle Prüfungen positiv abgeschlossen.

Aufgrund der medizinischen Rehabilitation im Herbst 2018 in Althofen, der Physiotherapie, und der längeren Schonung während des Krankenstandes geht es ihm nun körperlich bedeutend besser. Herr B. hat derzeit kaum Schmerzen.

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Wieder im Berufsleben

Herr S. war zum Zeitpunkt der Beratung 47 Jahre alt, hatte einen Lehrabschluss in einem Handwerksberufseit und war seit einigen Jahren arbeitslos. Die gesundheitlichen Probleme lagen vor allem in den Bereichen Bewegungs- u. Stützapparat (Bandscheibenvorfälle), Lungenerkrankung und Einnahme von Vitamin B. Der Nikotinverbrauch von mehr als 30 Zigaretten pro Tag war ebenfalls eine Herausforderung.

Herr S. absolvierte eine Beratung bei fit2work Niederösterreich, zu dessen Beginn er sich einer arbeitsmedizinischen Untersuchung unterzog. Die darauffolgenden Empfehlungen lauteten: Raucherentwöhnung und Antrag auf Kur/Reha für Lungenheilkunde.

Die Beraterin vom Standort Korneuburg informierte ihn über die Caritas Arbeitsassistenz, diverse Unterstützungsangebote zur Raucherentwöhnung wie etwa das rauchfrei-Telefon und die Möglichkeit einer Kur.

Herr S. wollte zu diesem Zeitpunkt keine Kur, zeigte aber Interesse an der Raucherentwöhnung. Er kontaktierte das rauchfrei-Telefon und erhielt dabei für ihn wertvolle Tipps. Zur Selbsthilfegruppe wollte er nicht, da er gute Chancen sah es mit den Tipps alleine zu schaffen.

Die Beraterin thematisierte die Raucherentwöhnung bei jedem Termin mit Herrn S. und konnte dadurch eine Sensibilisierung erreichen.

Zusätzlich hatte Herr S. einen Feststellungsbescheid über den Grad der Behinderung beantragt und nahm Termine in der Schwindelambulanz in Krems und bei der Arbeitsassistenz wahr.

Beim finalen Gespräch gab Herr S. an, dass er wesentlich weniger raucht und damit zufrieden ist. Das Rauchen vollständig aufzugeben, konnte er sich nicht vorstellen. Ebenfalls gab Herr S. an, dass er bereits eine Arbeitszusage in seinem erlernten Handwerksberuf bekam, die Arbeit sollte in wenigen Wochen starten.

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(zuletzt aktualisiert: 3. Quartal 2019)

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