Fälle aus der Praxis

Intensivberatung Frau V. 47 Jahre

 Frau V. kommt aufgrund massiver psychischer und körperlicher gesundheitlicher Probleme zu f2w. Zudem ist sie seit mehreren Monaten arbeitsuchend und beschreibt aufgrund ihrer psychischen Situation und auch schwieriger Arbeitsbedingungen an der letzten Arbeitsstelle als Visagistin an ihre Grenzen gelangt zu sein. Sie wisse derzeit nicht, wie es weitergehen könne.

Es stellten sich folgende Problemlagen:
- Massive psychische Problemlagen (Aufbrechendes Trauma durch fam. Gewalterfahrung 1991 und die psychische Überlastungssituation)
- Körperliche Aspekte: Reaktives Asthma (teils allergisch), Fersensporn beidseits, starke Verspannungen Nacken und Schultern, Wirbelsäulenproblematik.
- Unklare berufliche Perspektiven und Ängste im Bereich Wiedereinstieg

Die arbeitspsychologische und arbeitsmedizinische Einschätzung brachte folgende Ergebnisse:
Die Kundin ist für ständig leichte und überwiegend mittlere körperliche Belastung, überwiegend im Sitzen, Gehen und Stehen einsetzbar. Überwiegend leichte und fallweise mittelschwere Hebe- und Trageleistungen sind zumutbar. Zwangshaltungen der Wirbelsäule sind fallweise möglich. Keine Staubbelastung, keine Allergenbelastung, Tätigkeiten mit durchschnittlichem Zeitdruck bei durchschnittlicher psychischer Belastung und mäßig schwierigen geistigen Leistungsanforderungen sind zumutbar. Eine Tätigkeit in der Mode/Kosmetikbranche ist derzeit nicht möglich, für eine administrative Tätigkeit ist voraussichtlich eine Aufschlung notwendig.
Zum Untersuchungszeitpunkt weist Frau V. einen überdurchschnittlich hohen Gesamtwert in der psychischen Belastung auf. Es sind durchgängig in fast allen Skalen deutlich erhöhte Werten feststellbar. Außerdem zeigen sich bei ihr derzeit ein Hinweis auf eine ausgeprägte depressive Symptomatik, sowie ein weit überdurchschnittlich hoher Gesamtwert in der Angst.
Empfehlungen aus den arbeitsdiagnostischen Untersuchungen:
- psychotherapeutische bzw. klinisch-psychologische Behandlung
- Fortsetzung der psychiatrisch-fachärztlichen, psychopharmakologischen Behandlung
- Inanspruchnahme einer psychosozialen Rehabilitation
- Inanspruchnahme einer Physiotherapie
- Erlernen von Entspannungsmethoden sowie von Angst- und Stressbewältigungsstrategien
- Gewichtsreduktion

Umsetzung und Zielerreichung:
Es erfolgte die Einleitung einer psychotherapeutischen Unterstützung (SGKK „Regelung für wirtschaftlich Schwache“), die nun regelmäßig stattfindet und wird als hilfreich beschrieben wird. Eine psychosozialen Rehabilitation wurde eingeleitet und bewilligt und wurde in Bad Reichenhall wahrgenommen (Psychotraumatologie). Physiotherapie wird ebenso absolviert und als hilfreich und schmerzreduzierend wahrgenommen, da die Übungen auch zu Hause regelmäßig durchgeführt werden. Eine Gesundenuntersuchung der Allgemeinmedizin wurde durchgeführt. Daraus resultierend wurde mit dem Hausarzt eine Insumed Therapie (Trinkmahlzeit Typ-2-Diabetiker) begonnen, da Fr. V. vor vielen Jahren damit gute Erfolge im Bereich der Gewichtsreduktion erzielte. Im Sinne der Entwicklung weiterer beruflicher Perspektiven, konnte Fr. V. nach der psychosozialen Rehabilitation bei „Frauen anderskompetent“ im Postschop in Anthering beginnen und bekommt dort auch weitere Unterstützung für den Schritt auf den freien Arbeitsmarkt. Möglichkeiten einer Teilselbständigkeit („kleine Selbständigkeit“) konnten erarbeitet werden, hier bekommt Fr. V. weiterführende Hilfestellung bei Frau & Arbeit.

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Intensivberatung Herr T. 41 Jahre

Aufgrund eines Freizeitunfalls im Jahr 2015 kann der KL aus gesundheitlichen Gründen in der Sommersaison nicht mehr als Bauhelfer arbeiten und leidet stark unter körperlichen Schmerzen. Zudem ist er von einer saisonalen Depression betroffen. Herr T. möchte mit Unterstützung von fit2work vor allem passende neue berufliche Perspektiven entwickeln.

Es stellten sich folgende Problemlagen:
- Fehlende berufliche Perspektiven in der Sommersaison aufgrund der körperlichen gesundheitlichen Situation
- aktuell starkes körperliches Schmerzgeschehen
- Depressionen, vor allem in der Herbst-Winterzeit

Die arbeitspsychologische und arbeitsmedizinische Einschätzung brachte folgende Ergebnisse:
Der Kunde ist für leichte und fallweise mittelschwere körperliche Arbeit, mit leichter Hebe- und Trageleistung im Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, überwiegend vollzeitig einsetzbar. Zwangshaltungen sind nur mehr eingeschränkt zumutbar, nicht vornübergebeugt, nicht gebückt, nur fallweise über Kopf, nur fallweise kälte- und nässeexponiert, keine Nachtarbeit, keine Schichtarbeit, keine außergewöhnliche psychische Belastung. Beim beruflichen Wiedereinstieg sind gut strukturierte Tätigkeiten mit durchschnittlichem Arbeitstempo, geringer bis durchschnittlicher psychischer Belastung angeraten. Kundenkontakt ist möglich. Regelmäßige Pausen und Erholungszeiten werden empfohlen.
Empfehlungen aus den arbeitsdiagnostischen Untersuchungen:
- Regelmäßige Facharztbesuche in den Bereichen Orthopädie und Psychiatrie
- event. ein Reha-Aufenthalt sowohl von psychiatrischer Seite als auch von orthopädischer Seite nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten
- Weitere regelmäßige medikamentöse Schmerztherapie
- Einleitung einer klinisch psychologischen Unterstützung

Umsetzung und Zielerreichung:
Der Klient vereinbarte Termine beim Facharzt für Orthopädie, es erfolgte die Verschreibung und Inanspruchnahme von Physiotherapie und die Durchführung regelmäßiger Bewegungsübungen im Alltag. Diese Schritte führten bereits zu einer erheblichen Schmerzverminderung. Ebenso wurden regelmäßige Facharztbesuche beim Facharzt für Psychiatrie vereinbart, es erfolgte eine Umstellung der Medikation. Der Klient berichtete von einer merkbaren Erleichterung der depressiven Symptomatik, Kontrolltermine finden noch laufend statt. Eine klinisch psychologische Unterstützung wurde über das, an fit2work angegliederte, BÖP-Projekt eingeleitet, die Inanspruchnahme ist nach wie vor laufend und wird als sehr hilfreich erlebt. Im Bereich Arbeit konnte Herr F. unmittelbar nach dem Krankenstand eine befristete Tätigkeit als Liftwart beginnen und konnte gleich im Anschluss für die Sommersaison eine Arbeit beim Maschinenring erlangen, die für ihn aus körperlicher Sicht gut ausführbar sein wird.

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Casemanagement Frau P. 39 Jahre

Die KL kommt zu Fragen der Wiedereingliederungsteilzeit jedoch auch zu Themen der beruflichen Überforderung. Sie ist zu Beratungsbeginn seit 3 Monaten aufgrund psychischer Überlastung im Krankenstand und nimmt psychologische Unterstützung in Anspruch. Frau P. hat ein sehr hohes Perfektionsstreben, grenzt sich beruflich wenig ab und neigt dazu, sich große Leistungen abzuringen. Sie hat bereits einen 3-wöchigen Erholungsaufenthalt in Goldegg in Anspruch genommen, ihre Stimmungslage ist jedoch nach wie vor noch schwankend. Da ihr aber zu Hause die Decke auf den Kopf fällt möchte sie bald wieder zu arbeiten beginnen, was in der Beratung kritisch diskutiert wird, da es bereits 2009 eine ähnliche Überlastungsthematik gab und ein Einstieg im nächsten Monat eventuell noch etwas verfrüht ist. Auch wird generell die Thematik der beruflichen Weiterentwicklung diskutiert.

Problemlagen:
Im gesundheitlichen Bereich:
- Instabile gesundheitliche Situation
- Unzureichende ärztliche und therapeutische Versorgung
Im beruflichen Bereich:
- Unzufriedenheit mit der derz. Bedingungen am Arbeitsplatz
- ggf. Wechsel des Arbeitsplatzes - Unklare Vorstellungen zu Weiterbildungsmöglichkeiten
Psychosozialer Bereich:
- Problematische Situation in der Ursprungsfamilie
- Wunsch nach Paarbeziehung

Die arbeitspsychologische und arbeitsmedizinische Einschätzung brachte folgende Ergebnisse:
Medizin:
Seitens der Arbeitsmedizin wird der Wiedereingliederunsplan und die Möglichkeit mit weniger Stunden und mit einem vorerst verminderten Aufgabenbereich wieder in die Tätigkeit einzusteigen als sinnvoll erachtet. Die wichtigste Empfehlung der Arbeitsmedizin ist der Ausbau der psychiatrischen und er psychotherapeutischen Versorgung.
Psychologie:
Zumutbar sind Tätigkeiten mit geringer psychischer Belastung, reduzierter Stressbelastung sowie geringer bis durchschnittlicher kognitiver Anforderung. Auf regelmäßige Pausen und Regenerationszeiten sollte geachtet werden, eine geregelte Arbeitszeit wird empfohlen. Nacht- und Wechseldienste sowie eine hohe Überstundenbelastung sind zu vermeiden. Eine Tätigkeit im Vollzeitausmaß ist derzeit nicht anzuraten, eine stufenweise berufliche Wiedereingliederung mit reduziertem Stundenausmaß kann empfohlen werden.
Empfehlungen aus den arbeitsdiagnostischen Untersuchungen:
- Fachärztliche Abklärung sowie regelmäßige psychotherapeutische Behandlung
- ev. Antrag auf psychosoziale Rehabilitation
- Steigerung mentale Stresskompetenz (z.B. positive Selbstinstruktion, eine positive Einstellung bewahren)
- Reflexion und Veränderung eigener stressverstärkender Einstellungen (u.a. perfektionistischer Leistungsanspruch, Akzeptanz eigener Leistungsgrenzen) sowie berufsrelevanter Erwartungen (u.a. Umgang mit Schwierigkeiten/Resignation, geringe berufliche Zufriedenheit)

Umsetzung und Zielerreichung:
Frau P. konnte sich nach dem Einstieg mit der Wiedereingliederungsteilzeit vorerst gut stabilisieren, doch erlitt sie einen Rückfall und war daraufhin knapp 6 Monate im durchgehenden Krankenstand. In dieser Zeit verbesserte sie ihre fachärztliche als auch ihre psychotherapeutische Versorgung und setzte sich sehr mit sich und ihrer Gesundheit auseinander. Sie führt seit dem Yoga, ausreichend Bewegung und Shiatzumassagen durch und hat sich auch sehr intensiv mit ihrem weiteren beruflichen Weg auseinandergesetzt.
Seitens ihres „alten“ Dienstgebers wurde Frau P. noch im Krankenstand, jedoch mit einer sehr langen Kündigungsfrist gekündigt, was die Klientin als „Erleichterung“ empfand.
Ihre Berufsperspektiven sah die Klientin in der administrativen Tätigkeit im Gesundheitsbereich oder in der Sachbearbeitung (branchenabhängig), da eine sinnhafte Tätigkeit für sie nun an erster Stelle stand. Die Bewerbungsunterlagen wurden aktualisiert.
Die Klientin erhielt bereits auf ihre erste Bewerbung eine Stellenzusage. Sie arbeitet seit Oktober 2018 mit einem langsamen Arbeitseinstieg 2-3 Tage/Woche als Ordinationsassistentin, ab November 2018 nun mit einem Stundenausmaß von 30 Wochenstunden. Mithilfe der fortlaufenden psychotherapeutischen Unterstützung und fachärztlichen Kontrollen kann sich die Frau P. nun immer besser von beruflichen aber auch von privaten Themen seitens ihrer Ursprungsfamilie abgrenzen. Sie fühlt sich aktuell, trotz der beruflichen Anforderungen psychisch stabil.

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Casemanagement Frau E. 28 Jahre

Frau E. kommt aufgrund der Information durch die SGKK zu fit2work. Sie ist seit 3 Monaten aufgrund eines Bandscheibenvorfalls im Lendenwirbelbereich im offenen Krankenstand. Frau E. kam 2011 nach Österreich, sie ist ungarische Staatsbürgerin. Frau E. möchte in Österreich bleiben und sieht ihre Zukunft auch in Österreich. Sie beherrscht die deutsche Sprache sehr gut in Wort und Schrift. Frau E. konsultiert fit2work aufgrund ihrer anhaltend schlechten gesundheitlichen Situation und den dadurch fehlenden weiteren beruflichen Perspektiven. Frau E. hat in Ungarn nach der Matura eine einjährige Fachhochschule für techn. Berufe abgeschlossen. In Österreich hatte sie eine Lehre als KFZ-Technikerin begonnen jedoch nach ca. 2 Jahren aufgrund eines Arbeitsunfalls und der danach auftretenden sehr schwierigen Arbeitsbedingungen seitens der Führung abgebrochen. Danach war sie 6 Monate als Maschinenführerin tätig, musste hier körperlich schwere Tätigkeiten verrichten und war ab Mitte September 2017 aufgrund diffuser Schmerzen im Unterbauch im Krankenstand. Es stellte sich ein Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich heraus. Fr. E. wurde mit Ende September im Krankenstand gekündigt.

Problemlagen:
Im gesundheitlichen Bereich:
- Derzeitiger andauerndes Schmerzgeschehen (Bandscheiben-Vorfall)
- Fehlende fachärztliche Versorgung
- Fehlende Möglichkeiten zur weiteren Stabilisierung der Rückenproblematik (adäquater Muskelaufbau, Gewichtsverminderung, körperliche Rehabilitation, Umgang mit der Erkrankung im Alltag,…)
- Psychische Belastungen aufgrund der derzeitigen Gesamtsituation
Im beruflichen Bereich:
- Fehlende berufliche Perspektiven
- Noch laufendes Nostrifikationsverfahren
Psychosozialer Bereich:
- Schwierige familiäre Situation
- Häusliche Gewalt

Die arbeitspsychologische und arbeitsmedizinische Einschätzung brachte folgende Ergebnisse:
Medizin:
Die Kundin kann für mittelschwere Hebe- und Trageleistung sowie mittelschwere körperliche Belastungen eingesetzt werden. Dies ist im Sitzen, Stehen und Gehen gleichermaßen möglich, vorgebeugte oder gebückte Haltungen sind nur fallweise möglich. Sie kann die Tätigkeiten unter einem fallweise besonderen Zeitdruck, bei durchschnittlicher psychischer Belastbarkeit ausüben. Bei bereits bestehendem Bandscheibenvorfall ist beim Fortführen der körperlich schweren Arbeit als KFZ-TechnikerIn mit vermehrten Krankenständen zu rechnen. Eine Umorientierung ist aus langfristiger Sicht aus diesen Gründen zu befürworten.
Psychologie:
Zumutbar sind Tätigkeiten mit durchschnittlicher psychischer Belastung, fallweise überdurchschnittlichem Zeitdruck sowie mäßig schwierigem kognitivem Leistungsniveau. Kundenkontakt ist möglich. Nachtarbeit ist nicht empfohlen. Auf ausreichende Regenerationszeiten sollte geachtet werden.
Empfehlungen aus den arbeitsdiagnostischen Untersuchungen:
- Gewichtsreduktion
- Fortführen der Physiotherapie
- Einleitung psychologischer bzw. psychotherapeutischer Behandlung
- Aufbau einer adäquaten Abgrenzungs- und Distanzierungsfähigkeit
- Stärkung des Selbstvertrauens
- Aufbau einer regenerativen Stresskompetenz (z.B. Erlernen einer Entspannungsmethode, regelmäßige Bewegung)
- Unterstützung bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven sowie der Reintegration in den Arbeitsmarkt

Umsetzung und Zielerreichung:
Beruflich:
- Frau E. wird eine Ausbildung zur Augenoptikerin/Hörakustikerin mit Unterstützung des AMS beginnen
- Der Start des Vorbereitungslehrgangs wurde mit Ende Sept. 2018 fixiert
- Ein Ausbildungsplatz konnte bereits gefunden werden
- Im Nostrifikationsverfahren der Ausbildungen aus Ungarn wurde die Matura anerkannt
Gesundheitlich:
- Die Fachärztin für physikalische Medizin ist weiterhin erste Ansprechpartnerin bei auftretenden orthop. Problemen, derzeit sind keine weiteren Termine notwendig, die Klientin ist schmerzfrei
- Muskelaufbautraining ist weiterhin aufrecht, regelmäßige Bewegung wurde in den Alltag integriert
- Gewichtsreduktion ist laufend, Ernährungsberatung wurde in Anspruch genommen, Ernährungsumstellung ist erfolgt
- Rehabilitationsaufenthalt und RehaJet II in Bad Hofgastein wurden in Anspruch genommen und waren sehr hilfreich hinsichtlich Beendigung des Schmerzgeschehens
- Physiotherapie und sonstige physikalische Anwendungen wurden in Anspruch genommen, sind derzeit jedoch nicht mehr notwendig
- Klin.-Psych. Unterstützung über BÖP ist weiterhin laufend und sehr hilfreich, Entspannung, Abgrenzung und Umgang mit belastenden Situationen werden bearbeitet, die Klientin beschreibt ihre psychische Befindlichkeit als gut und stabil.
Psychosozial:
- Familiäre Probleme wurden durch Trennung und eigenständiges Leben sowie Unterstützung durch Frauenhaus und Gewaltschutzzentrum gelöst. Ein gerichtliches Verfahren gegen den „Expartner“ ist noch laufend.
- Frau E. hat sich einen stabilen und unterstützenden Freundeskreis aufgebaut, gemeinsame Unternehmungen, Bewegung als auch tatkräftige Unterstützung (Schutz vor Expartner) sind darüber gewährleistet.

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2018 wurden die Ergebnisse der vom BBRZ bei IBE (Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung) und Synthesis Forschung beauftragten Evaluierung der fit2work Personenberatung präsentiert.

Evaluiert wurden alle Personen, die 2016 einen Beratungsprozess in den vom BBRZ/FAB umgesetzten  Bundesländern begonnen und bis spätestens 31.07.2017 beendet haben. Insgesamt wurden bei 9.145 Personen die Ex-Ante Integrationschance vor Beratungsbeginn mit dem tatsächlichen Beschäftigungsstatus mindestens 3 Monaten nach Beratungsende verglichen.

Im Zuge der Evaluierung wurden auch die unterschiedlichen Beratungsverläufe mit den Erwerbsaussichten und der Art der gesundheitlichen Belastungen in Zusammenhang gesetzt.

Dabei ist sehr deutlich herausgekommen, dass es im Rahmen der Beratungen zu einem sehr effizienten Ressourceneinsatz gekommen ist: jene KundInnen, die aufgrund einer komplexen Problemlage mehr Unterstützungsbedarf aufwiesen, wurden in einem langfristigen Beratungssetting betreut. KundInnen, die nur einen geringen Unterstützungsbedarf hatten, konnte oft schon im Rahmen einer umfassenden Erstberatung die erforderlichen Hilfestellungen gegeben werden.

Bei allen Beratungsverläufen konnten sehr beeindruckende Ergebnisse erzielt werden:

Sowohl bei den Personen, die zu Beratungsbeginn in Beschäftigung waren, als auch bei den arbeitslosen Personen, konnte eine deutlich höhere Integrationsquote als aufgrund der Ex-Ante Integrationschance zu erwarten gewesen wäre erzielt werden:

So waren zum Evaluierungszeitpunkt 32% der zu Beratungsbeginn arbeitslosen Personen in Beschäftigung – der Erwartungswert für diese Zielgruppe lag bei 20%.

Für die Personen, die zu Beratungsbeginn in Beschäftigung waren lag der Erwartungswert weiterhin in Beschäftigung zu sein bei ca. 72%. Tatsächlich waren 87% dieser Personen in Beschäftigung.

(zuletzt aktualisiert: 1. Quartal 2019)

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