Aktuell

09.12.2020

Eine feste ungestörte Bürozeitenplanung erhöht in einem oststeirischen Handelsbetrieb die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft!

Beratungssituation

 

Trotz großer Herausforderungen in der Zeit der strengen Covid-19-Maßnahmen im Frühjahr 2020 ergriff ein Handelsbetrieb der Oststeiermark (9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) die Chance, das fit2work-Programm für die Belegschaft zu nutzen. Nach dem Erstgespräch und der Feststellung des Status-Quo in Bezug auf das interne betriebliche Gesundheitsmanagement zeigte sich, dass erst kürzlich ein Langzeitkrankenstand (Freizeitunfall) eines Mitarbeiters aufgetreten war. Dem Geschäftsführer des Betriebes ist der Erhalt der Arbeitsfähigkeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein sehr wichtiges Thema, weswegen eine Teilnahme am fit2work-Programm kurzentschlossen entschieden wurde.

 

Die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft wurde mittels einer digitalen Befragung und eines Workshops erhoben. Die Befragung wurde in die Tätigkeitsgruppen Verkauf, Office und Technik unterteilt, um die individuellen Belastungen im jeweiligen Bereich eruieren zu können. Da das Ziel von fit2work die Verbesserung des Arbeitsumfeldes durch gezielte Maßnahmen ist, wurden dazu Ideen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeholt.

Wie sich aus der Erhebung zeigte, stellten sich in erster Linie die Arbeits- und Kommunikationsabläufe (z.B. Zeitdruck, mangelnde interne Information, Störungen bei den Tätigkeiten, etc.) im Unternehmen als Belastungen heraus. In der darauffolgenden Diskussion wurde die Entscheidung für einen entsprechenden Maßnahmenplan getroffen:

 

  • So erhält beispielsweise künftig jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter im Bereich Verkauf/Office pro Tag eine feste ungestörte Bürozeit,
  • es wird dahingehend eine Bürozeitenplanung gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstellt,
  • es werden feste Sprechzeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Führungskraft eingeführt,
  • die jeweils konkreten Ansprechpersonen insbesondere für die Lehrlinge werden festgelegt,
  • alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nochmals auf das betriebliche Kalendersystem geschult,
  • und noch Einiges mehr.
     

Eine spezifische fit2work-Beauftragte wird ausgewählt, die als Ansprechperson für Gesundheitsfragen im Betrieb zur Verfügung steht. Bei ihr kann auch die Information zur Personenberatung und zur Wiedereingliederungsteilzeit eingeholt werden.

Der Betrieb ist derzeit dabei, die Auswirkung der Maßnahmen zu erproben. Die gesamte Belegschaft und die Geschäftsführung gehen davon aus, dass sich die neu gewonnenen Arbeits- und Kommunikationsabläufe in Zukunft förderlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken wird. Eine Abschlussevaluation wird das Ergebnis zeigen.